Den Mey-Koffer hatte Carmen Bitzer-Eppler an die Schillerschule mitgebracht – er enthält museale Nähmaschinen. Foto: Wilke Foto: Schwarzwälder Bote

Schillerschule: Viertklässler üben Nähen

Albstadt-Onstmettingen. Museumspädagogin Carmen Bitzer-Eppler hat die beiden vierten Klassen der Schillerschule besucht und ihren "Mey-Koffer" mitgebracht. Der stammt aus dem Nähmaschinenmuseum in Lautlingen, das Albrecht Mey einst in Lautlingen begründete und in dem viele altertümliche Nähmaschinen ausgestellt sind.

 

Einige davon dürfen auch auf reisen gehen: Der Mey-Koffer enthält die kleinste Reisenähmaschine, die es gibt – sie wurde 1880 gebaut. Worin unterscheidet sich das Nähen mit der Maschine vom Nähen von Hand? Ist es nur die Geschwindigkeit, oder gibt es noch andere Vorteile? Zwei Kindernähmaschinen befinden sich ebefalls im Koffer: eine gusseiserne von 1930, die massiv und entsprechend schwer ist, und eine viel leichtere aus Blech von 1960. Beide wurden noch mit der Handkurbel angetrieben, brauchten also keine Steckdose.

Nachdem die Schüler die Mechanik der Maschinen erkundet hatten, stand Handarbeit auf dem Programm: Die Viertklässler wollten Minikleidung für Weihnachten herstellen. Die Klassenlehrerinnen Brigitte Wilke und Lena Münster hatten Kleidungsmuster hergestellt, nach denen die Kinder Stoff ausschnitten und vernähten. Die dabei entstandenen Pullover, Mützen, Stiefel, Socken und Handschuhe wurden dann mit Perlen, Glöckchen, Watte und Knöpfen verschönert. Die Kinder waren mit Eifer bei der Sache und freuten sich über jedes gelungenes Teil. Es wird aber trotzdem noch einige Stunden dauern, bis alle Kleidungsstücke fertig sind.