Die Mountainbikefans kamen auf ihre Kosten. Foto: Kara

Das 2-Stunden-Rennen feiert seine Premiere bei der Albstadt MTB Classic.

Die Zuschauerfrage war nicht die entscheidende bei der Neuauflage der Albstadt MTB Classic. „Wir verlangen ja keinen Einritt, daher ist das für uns kein wirtschaftlicher Faktor. So ein Event kostet zwischen 25.000 und 30.000 Euro. Die wichtigste Quelle sind Sponsoren, aber auch die Miete für die Wohnmobilstandplätze und die Nenngelder für die Erwachsenen“, berichtet Frank Durst, der gemeinsam mit Bernhard Mast-Sindlinger die Albstadt MTB Classic organisiert.

 

Großer Zuschaueransturm bleibt aus

Viele Angehörige und Freunde der Teilnehmer säumten so die Strecke und drückten die Daumen. „Vom Grundsatz her hat sich die Strecke von der früheren Weltcupstrecke nicht unterschieden. Wir mussten an ein ein paar Stellen verrottete Holzkonstruktionen rausnehmen. Da haben wir den Abschnitt wieder zurückgebaut zu einer Naturstrecke, was aber durchweg gut angekommen ist. Konditionell als auch technisch ist die Strecke sehr anspruchsvoll zu fahren, aber die Fahrer lieben es“, weiß Durst.

RSG Zollernalb zieht die Register

Das erste Mal übernahm die RSG Zollernalb komplett wieder die Regie im Tailfinger Bullentäle. Und auch das 2-Stunden-Rennen für Amateure und Hobbymountainbiker feierte seine Premiere. Zwei Fahrer teilten sich dabei das Rennen auf. Sie entschieden selber, wie sie wechseln. Es gab auch gemischte Teams. Eine Runde auf einem Teilabschnitt der Weltcupstrecke dauerte etwa sechs Minuten. „Wir hatten etwa 50 Paare, die sich angemeldet haben. Das ist fürs erste Mal eine gute Resonanz“, ordnet Durst ein.

Renz und Fink nicht zu schlagen

Bei den Männern fuhren dann Leon Renz und Florian Fink (Watt is Love Racing) mit 24 die meisten Runden. Knapp dahinter lagen Elias und Niklas Scherer (Scherer Brothers). Auf Platz drei folgten Cedric Bitzer und Thomas Schwabenthan (MTB Team RSG Zollern-Alb 2) mit knapp einer Minute Vorsprung auf Daniel Sauter und Stefan Schairer (MTB Team RSG Zollern-Alb 1).

Hoffnung für 2026

Der Muddy Älbler und das Schäferfest machten dem Albstadt MTB Classic an diesem Wochenende Konkurrenz. Sportlich wurde spektakulärer Mountainbikesport geboten. „Für die Stimmung wäre es viel viel schöner, wenn viele Zuschauer da wären. Aber trotz allem sind wir nicht unglücklich. Wir hoffen, dass wenn wir das im nächsten Jahr wieder machen sollten, wir dann einen besseren Termin finden, wo es nicht so viele parallele Veranstaltungen gibt.“ Die Neuauflage wird nun in einer Feedback-Runde unter den Mitgliedern der RSG Zollernalb geprüft. „Wir haben eine Anfrage von German Cycling, ob wir eine DM in Verbindung mit Nachwuchssichtung 2026 machen wollen. Wir schauen uns nun tief in die Augen und überlegen, ob wir das machen wollen oder nicht“, sagt Frank Durst.