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Albstadt Mozart und Schubert in der Festhalle

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Die Hornistin Miriam Zimmermann hat die Orchesterfreunde Albstadt bei deren Konzert begleitet. Foto: Miller Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Sabine Miller Albstadt-Ebingen. Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert erklangen in der Ebinger Festhalle – gespielt von Brigitte Wendeberg und ihren Orchesterfreunden. Einen Gastauftritt hatte die Hornistin Miriam Zimmermann.Das Albstädter Ensemble punktete bei seiner Musikauswahl aber nicht nur mit den großen Komponisten, sondern auch mit dem weniger bekannten Tonschöpfer Friedrich Witt.

Dessen Sinfonie B-Dur läutete das der klassisch-romantischen Epoche gewidmete Konzert ein. Schon die ersten Takte atmeten unverkennbar den Charme der Wiener Klassik. Linienklar meißelten die Musiker um Dirigentin Brigitte Wendeberg die fließenden Melodiebögen im mit Largo-Allegro überschriebenen ersten Satz heraus, betonten gleichwohl die zarten und lieblichen Momente.

Harmonischer, geschlossener Streicherklang eröffnete das Andante, innig entspannten sich hernach die Solostimmen, spielten Klarinette, Flöte und Horn ihre eigenen poetischen Weisen, ehe das Orchester diesen stimmungsvollen zweiten Satz leise aushauchte.

Gefällig ist Witts viersätzige Sinfonie in all ihren Teilen und sehr angenehm zu hören. Zu Lebzeiten stand der Schwabe aus Niederstetten nahe Bad Mergentheim hoch in der Publikumsgunst, erst später geriet sein Gesamtwerk durch den sich ändernden Musikgeschmack in Vergessenheit.

Nach dem ersten Part betrat die junge Hornistin Miriam Zimmermann die Bühne und führte die Zuhörer in den Klangkosmos von Wolfgang Amadeus Mozart. Gute Musikliteratur für Hornisten ist rar – die Mozart’schen Hornkonzerte allerdings zählen zweifelsohne zu derselben und sind fester Bestandteil im Repertoire jedes professionellen Hornspielers. Solistin und Orchester setzten mit der Interpretation des vierten Hornkonzerts ein Glanzlicht an diesem Abend; wie einen kostbaren Teppich breiteten sie das Werk des Salzburger Musikgenies aus. Kraftvoll und mit einem Schlag eroberte das Horn den Saal, sauber artikuliert tönte es sich durch die Partitur.

Miriam Zimmermanns Kunst reicht jedoch weit über das bloße Beherrschen ihres Instruments hinaus – die Stuttgarter Studentin gibt ihrem Spiel eine individuelle, sehr weibliche Note, gestaltet es mit einer ganzen Palette an Klangfarben: rund, satt und dunkel in der Tiefe, frisch, licht, schlank, fast grazil in der Höhe. Besonders berührend gelang ihr der Mittelteil des Werks. In der Romanza gab es einige jener Augenblicke in einem Konzert, die lange nachwirken. Trotz all der Strahlkraft ihres Auftrittes blieb die Solistin auf Tuchfühlung mit den Musikern und der Dirigentin.

Brigitte Wendeberg ihrerseits agierte gewohnt emphatisch, impulsiv und mit geschmeidigem Körpereinsatz. Mit ihrem Sinn und Gespür für feindosierte Akzente und große musikalische Linien steuerte sie ihren Teil zu dieser gelungenen und lange beklatschten Aufführung von Mozarts viertem Hornkonzert bei.

Eine Hommage an Mozart wird Schuberts fünfte Sinfonie oft genannt. Tatsächlich strebt der Wiener Frühromantiker in seinem Jugendwerk nach luftigen Klängen und perlenden Tönen, nahezu verspielt wirkt das Allegro. Doch alles in allem führt diese Tondichtung ein hörbares Eigenleben; der spätere Stil Franz Schuberts bricht sich bereits eine Bahn. Brigitte Wendeberg und ihre Musiker verschrieben sich Schuberts Fünfter als abschließendem Stück dieses Konzertes in all ihren Facetten, spiegelten seine musikalische Schönheit wieder. Das war ein harmonischer Ausklang, mit viel Musizierlaune dargeboten und vom Publikum dementsprechend mit großem Applaus honoriert.

 
 

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Karina Eyrich

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