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Albstadt Mountainbike-Weltcup: Entscheidung naht

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Die Fans des Mountainbike-Sports hoffen auf Neuauflagen der Cross-Country-Weltcups in Albstadt. Foto: Eyrich

Albstadt - Markus Amann und Steffen Allert haben eine Petition gestartet. Sie richtet sich an die Stadt Albstadt und hat das Ziel, dass 2021 und 2022 Mountainbike-Weltcup-Rennen im Cross Country im Bullentäle stattfinden.

Wie ist die Meinungslage im Gemeinderat der Stadt Albstadt? Wenn er am Donnerstag, 28. Mai, ab 17.30 Uhr in der Festhalle Ebingen tagt, wird sich zeigen, ob die Mehrheit der Stadträte für oder gegen eine Austragung des UCI-Mountainbike-Weltcups im Cross Country in den Jahren 2021 und 2022 im Bullentäle ist.

Zukunft des Weltcups ungewiss

Bekanntlich hatten alle Fraktionen und Gruppen des Albstädter Gemeinderats Ende März in einem gemeinsamen Schreiben die Stadtverwaltung aufgefordert, nicht nur die UCI-Mountainbike-Weltmeisterschaft im Cross Country abzusagen, die vom 25. bis 28. Juni in Albstadt stattfinden sollte, sondern außerdem für die nächsten Jahre von Bewerbungen um die Austragung von UCI-Weltcup-Veranstaltungen Abstand zu nehmen.

Mountainbike-WM in Albstadt jetzt endgültig abgesagt

Ihren Vorstoß begründet hatten die Stadträte unter anderem damit, dass die Stadt Albstadt ihre finanziellen und personellen Ressourcen in der nächsten Zeit für andere wichtige Aufgaben benötige.

Petition an die Stadt

Markus Amann und Steffen Allert haben darauf hin eine Petition an die Stadt Albstadt auf der Internet-Plattform "change.org" gestartet. Das Motto: "MTB Weltcup und WM in Albstadt – Corona darf nicht das Ende sein – Wir müssen etwas für den Ruf der Stadt und den Tourismus in unserer Heimat tun!"

In der Begründung, einem Schreiben an Oberbürgermeister Klaus Konzelmann, schreiben die Initiatoren: "Jahrelang war der Mountainbike-Weltcup ein Highlight der Sportstadt Albstadt und hat viele Tausend Menschen nach Albstadt gebracht. Diese haben den Namen Albstadt positiv in die Welt getragen und die Schwäbische Alb in sehr guter Erinnerung behalten. Das sollten wir nicht gefährden", so Allert und Amann. "Wenn man heute weltweit unterwegs ist, kennen sehr viele Menschen den Namen der Stadt Albstadt. Ob das in Südafrika ist oder in Israel, in Italien oder Kanada, egal wo, der Name Albstadt steht für tollen Sport und vor allem für unglaubliche Emotionen und eine überwältigende Stimmung in ›unserem Bullentäle‹! Lassen Sie uns das fortführen und zeigen, dass sich die Stadtverwaltung auch durch Corona nicht unterkriegen lässt!"

"Die Erfolgsgeschichte weiterschreiben"

Auch die Sponsoren aus der Umgebung profitierten von dieser Veranstaltung durch die mediale Präsenz und die vielen Zuschauer. Und wenn ein Unternehmen wie Mercedes-Benz eine solche Veranstaltung als Hauptsponsor unterstütze, sei die Attraktivität derselben "sicher enorm", heißt es weiter. "Lassen Sie uns diese Erfolgsgeschichte fortschreiben und unterstützen Sie die weitere Austragung. Und lassen Sie uns Weltklasseathleten in Albstadt willkommen heißen wie Olympiasieger Nino Schurter, Weltmeisterin Jolanda Neff oder unsere Lokalmatadoren Ronja Eibl, Elisabeth Brandau und Manuel Fumic."

Auf seiner Facebook-Seite kommentiert Markus Amann die Petition: "Da haben die Albstädter jahrelang daran gearbeitet, ›Bikestadt‹ zu werden, was nun auch gelungen ist, und wenn es darum geht, die Früchte zu ernten, gibt man auf", heißt es dort. "Albstadt ist das Aushängeschild für Mountainbikesport in Deutschland und da gehört der Weltcup genauso dazu wie auch der Albstadt Bike- Marathon." Außerdem müsse man den Weltcup auch unter Tourismus-Gesichtspunkten betrachten: Rund um die Veranstaltung seien "im Umkreis alle Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätze ausgebucht und auch die Gastronomie profitiert davon. Gerade diese Bereiche brauchen doch nun Kundschaft und Unterstützung", betont der Mitinitiator.

Bemerkenswert: Auf seiner eigenen Facebook-Seite stellt sich Klaus Konzelmann hinter die Petition und gibt an, sie selbst zu unterstützen, "weil ich mich freuen würde, wenn wir in Albstadt einen World-Cup im Jahr 2021 und 2022 durchführen dürften."

Über die Eilentscheidung zur Bewerbung um die Weltcups 2021 und 2022 wird der Oberbürgermeister die Stadträte am Donnerstag informieren. Was sich unter dem Tagesordnungspunkt "Mountainbike Weltcup 2021/2022" – in der selben Sitzung, aber viel weiter hinten – verbirgt, verrät keine Sitzungsunterlage, wohl aber die städtische Pressesprecherin Sarah Braun: Die Verwaltung wolle in Erfahrung bringen, wie der Gemeinderat im Fall eines Zuschlags durch den Radsport-Weltverband UCI zur Ausrichtung von Weltcups 2021 und 2022 stehe. Wie die Albstädter dazu stehen, dazu gibt die Petition von Amann und Allert zumindest einen starken Hinweis: bis Dienstagnachmittag haben knapp 1500 Personen unterschrieben.

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