Selbst aus Abfall kann man etwas Schönes bauen, zum Beispiel Instrumente, wissen die Kinder der Wohngruppe. Foto: Hanel Foto: Schwarzwälder Bote

Diasporahaus: Wohngruppe gründet Band

Albstadt-Ebingen. Ein Projekt gegen Plastikmüll haben die Kinder und Jugendlichen der Wohngruppe Ebingen 2 des Diasporahauses Bietenhausen auf die Beine gestellt: Selin Öztürk, angehende Jugend- und Heimerzieherin der Wohngruppe, leitet das Projekt mit dem Namen "Wir gründen eine Band".

Die Kinder und Jugendlichen basteln aus Plastikmüll und anderem Abfall wie etwa Papier Musikinstrumente. So entstehen aus Milchkartons Gitarren und aus Klopapierrollen Rasseln. Wenn man eine leere Konservendose mit einem Luftballon bespannt, gibt es eine tolle Trommel.

Gerade in der Corona-Zeit sei es notwendig, für junge Menschen eine Alternative zu schaffen. Mit ausreichend Abstand und Hygienemaßnahmen, ist es möglich, gemeinsam ein Band-Projekt auf die Beine zu stellen. Dabei wird nicht nur der Müll vermindert, sondern auch das Gruppengefühl gestärkt.

Die Idee dafür entstand aus der "Gelbe-Sack-Challenge", an der die Wohngruppen im Geschäftsbereich Albstadt des Diasporahauses Bietenhausen monatlich teilnehmen.

Dabei gilt es, so wenig Plastikmüll wie möglich zu produzieren, um die Anzahl der Gelben Säcke zu reduzieren. Nach jedem Quartal wird die Gewinnergruppe ermittelt. Das "gelbe Trikot" wandert so von Gruppe zu Gruppe; zudem gibt es Preise zu gewinnen. Um diese Challenge, diese Herausforderung, zu meistern, überlegte sich die angehende Jugend- und Heimerzieherin im Rahmen ihrer Ausbildung ein entsprechendes Projekt. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen gründete Öztürk eine Band, die mit Insturmenten aus Abfall musiziert und gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt tut.

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