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Albstadt Maritimes Stelldichein tief im Binnenland

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Aushängeschild der Marinekameradschaft Ebingen: Ein Auftritt des Shantychors durfte beim Landesverbandstag nicht fehlen. Foto: Schwarzwälder Bote

Seinen Landesverbandstag hat der Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Marinebund in Ebingen ausgerichtet. Gastgeber war die heimische Marinekameradschaft.

Albstadt-Ebingen. "Corona hat uns die Normalität fast völlig genommen, wir mussten auf vieles verzichten; alle Aktivitäten wurden unterbunden", lautet das deprimierte Fazit, das Landesverbandsleiter Björn Kienzle aus Bad Friedrichshall übers zurückliegende halbe Jahr gab. Dem Lockdown war gleich zu Beginn der auf den April terminierte Landesverbandstag der baden-württembergischen Mitglieder im Deutschen Marinebund zum Opfer gefallen. Er wurde nun im Schützenhaus Ebingen nachgeholt.

Dort wurden die Vertreter der 15 Mitgliedsvereine von Joachim Kegel, dem Vorsitzender der gastgebenden Marinekameradschaft Ebingen (MKE), herzlich willkommen geheißen. Die Organisation – inklusive Berücksichtigung aller Hygienevorgaben – lag in den Händen von MKE-Schatzmeister Siegfried Krattenmacher, der, wie Björn Kienzle hervorhob, seit Monaten als Mittelsmann im Gespräch mit dem Landesverband gestanden war; für den musikalischen Teil der Tagesordnung zeichnete der von Manfred Ströle geleitete Shantychor verantwortlich. Es war sein erster öffentlicher Auftritt seit langer Zeit. Auch Singstunden, so war zu hören, seien monatelang nicht möglich gewesen: Gesungen wurde mit Abstand im Freien. Für "Wir sind Kameraden", "Endlos sind die Meere" und "Ich liebe die Nordsee" gab es viel Applaus.

Nachdem der Chor – der, wie Siegfried Krattenmacher launig kommentierte, in Ermangelung von Salzwasser in seinem Onstmettinger Heimathafen den Zugang zu internationalen Gewässern über die Schmiecha und Donau suchen müsse, geschlossen hatte, war der Oberbürgermeister an der Reihe. Klaus Konzelmann erläuterte in seinem Grußwort via PowerPoint-Präsentation, "Was Albstadt lebenswert macht". Den Deutschen Marinebund rühmte er als facettenreiche, maritime Vereinigung mit einer über hundertjährigen Tradition, welche die Pflege der Kameradschaft und den Gedankenaustausch über das gemeinsam Erlebte in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten stelle.

Kurzfristig abgesagt worden war zum Leidwesen der Versammelten Erich Lemkes mit Spannung erwarteter Vortrag. Lemke war Besatzungsmitglied des Torpedobootes T36 gewesen, das nach dem Untergang der "Wilhelm Gustloff" am 30. Januar 1945 an der Rettung Überlebender aus der eisigen Ostsee beteiligt gewesen war. Beim Landesverbandstag war der Zeitzeuge durch Krankheit verhindert; sozusagen als "Ersatz" präsentierte Björn Kienzle zwei Kurzfilmen über die aktuelle Rückführung des 1911 erbauten Viermasters "Peking" in den Heimathafen Hamburg. In seinem Rückblick erwähnte er den letztjährigen Landesverbandstag in Konstanz, die 11. Nationale maritime Konferenz am Bodensee, etliche weitere Veranstaltungen – und vieles, was im laufenden Jahr hätte stattfinden sollen und abgesagt werden musste, beispielsweise das Bundesjugendzeltlager.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Ehrung langjähriger Mitglieder, darunter eines Einheimischen: Seit 40 Jahren ist Dieter Koch von der Marinekameradschaft Ebingen Mitglied im Deutschen Marinebund. Ein halbes Jahrhundert Mitgliedschaft können Karlheinz Burkhardt, Uwe Töllner und Detlef Oltmanns vom Marineverein Stuttgart und Hartmut Kienzle von der Marinekameradschaft Heilbronn vorweisen; sie alle wurden mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Marinebunds ausgezeichnet. Die Verdienstnadel in Silber erhielt schließlich Hans-Georg Kleszewski, ebenfalls vom Marineverein Stuttgart.

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