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Albstadt Machtfragen

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Warum wird um die Wahl eines Finanzbürgermeisters so viel weniger Wind gemacht als um die eines Oberbürgermeisters? Anton Reger geht in den Ruhestand, der Gemeinderat muss am nächsten Donnerstag über seine Nachfolge entscheiden, und bisher ist noch nicht einmal bekannt, wer sich darum bewirbt. Offiziell.

Der Schwarzwälder Bote hat nachgeforscht, erfahren, dass vier der zwölf Bewerber sich vor dem Gemeinderat vorstellen dürfen, dass drei von ihnen von auswärts kommen und einer aus dem Rathaus selbst. Und weil die Sache ja so geheim ist und die Stadt erst nächste Woche die Namen der Vier bekannt geben will, dürfen die Bürger, die bei der Wahl ohnehin nichts mitzureden haben, manches nicht wissen. Zum Beispiel: dass zwei vielversprechende Kandidaten nicht in der engeren Wahl sind. Dass Nachrücker für den Gemeinderat sich keine Hoffnung zu machen brauchen, weil der Bewerber aus dem Gremium keine Chance bekommt, Dezernent zu werden. Dass die Wahl trotzdem ein Stühlerücken im Rathaus nach sich ziehen könnte – an anderer Stelle als dem Sitzungssaal. Und dass mit dem Finanzdezernenten am Donnerstagabend noch lange nicht feststehen wird, wer der neue Erste Bürgermeister wird in Albstadt. Diese Entscheidung fällt erst am 28. November – zwei Wochen nach der Wahl des Baubürgermeisters, um dessen Posten sich lediglich der Amtsinhaber beworben hat.

Udo Hollauer wird also wohl weiterhin das Geld verbauen und investieren dürfen. Von wem er es bekommt, bleibt indes noch offen.

Der neue Finanzdezernent wird sich in der nächsten Legislaturperiode freilich um mehr kümmern müssen als um das Stadtsäckel, das wieder leerer werden dürfte angesichts nachlassender Konjunktur, Brexit und damit zurückgehender Gewerbesteuereinnahmen. Das gesamte Verkehrswesen – im Dezernat 1 angesiedelt – scheint eine enorme Herausforderung zu sein. Das Problem der Falsch- und Dauerparker im Hufeisen ist mitnichten gelöst, die Hinweise auf Ungleichbehandlung mancher Parkenden sind evident. Im sozialen und Bildungsbereich steht die Stadt vor der Herausforderung, dass sie – siehe Kindergarten Laufen – mehr und mehr von dem schultern soll, was früher kirchliche Träger geschultert haben.

Und dann ist da noch eine Frage offen, die das Ordnungsamt betrifft, nämlich jene, warum neuerdings nicht mal mehr im kurzen Sommer und nicht mal bis 22 Uhr Musiker vor einem Lokal spielen dürfen, während die Stadt für Dreharbeiten eines Musikvideos sogar den Westtangententunnel sperrt – eine Ungleichbehandlung, die damals vielen aufgestoßen ist.

Dass die Stadt das Amt des Ersten Bürgermeisters nicht in Kombination mit dem des Finanzdezernenten ausgeschrieben hat, sehen überdies manche kritisch, denn andernorts ist gewöhnlich beides verknüpft. Schön für Udo Hollauer, der damit die Chance bekommt, auch Erster Bürgermeister zu werden, was nicht zuletzt eine Einkommensfrage ist. Die ist freilich nur für den Amtsinhaber selbst entscheidend. Wichtiger für die Bürger ist die Frage, wer die Befugnisse des Ersten Bürgermeisters ausüben darf. Diesbezüglich scheint der Bedarf im Technischen Rathaus nicht so hoch zu sein wie im Dezernat 2. Dort täten straffere Zügel an manchen Stellen ganz gut.

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