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Albstadt Literaturtage mit Gala gestartet

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Gut gelaunt: Bernd Kohlhepp (großes Foto), Markus Brock und Bertram Schwarz (links), Ursula Baumgärtner, Christine Widmann-Simon, Christian Schenk und Martin Roscher (oben) sowie die Formation "Bounded Blue". Foto: Katja Weiger

Großartige drei Wochen stehen den Albstädtern und ihren Gästen bevor bei den Literaturtagen – das hat am Freitagabend die Gala zur Eröffnung in der fast voll besetzten Festhalle versprochen, bei der auch manches Geheimnis gelüftet wurde.

Albstadt-Ebingen. "Schon mal die Seiten gewechselt?", fragt Markus Brock, der gut gelaunte SWR-Moderator, einen noch besser gelaunten Oberbürgermeister Klaus Konzelmann in Anspielung auf das Motto der siebten Literaturtage Albstadt. "Oh ja", sagt der und schmunzelt: Erst Stadtrat, dann OB. "Aber es hat Spaß gemacht."

Das hat auch die Eröffnungsgala, prall gefüllt mit literarischen und musikalischen Erlebnissen. Herausragend: das Jugendorchester Albchéry, das mit dem "Happy"-Song schwungvoll einsteigt und – erstmals bei Literaturtagen – eine Delegation aus der Partnerstadt Chambéry mitgebracht hat. Gänsehaus-Genuss: die noch junge Formation "Bounded Blue", deren Piano-Man Wolfgang Fischer Pop-Songs zu "wunderbaren Bar-Jazz-Nummern arrangiert hat", so Brock. Sehnsuchtsstiftend: Gabriele Gatzweiler und Christoph Holbein vom "Theater unter der Laterne", die sich Briefe der liebenden Schriftsteller Ingeborg Bachmann und Paul Celan förmlich auf der Zunge zergehen lassen. Lachen machend: Bernd Kohlhepp, der in Bempflingen lebt, weil auch seine Frau dort wohnt, und der sein Tagebuch verschlüsselt, indem er es im Atari-Computer auf Floppy-Disks speichert: "Die hat die NSA nicht mehr."

Besonders gespannt sein dürfen die Literaturfreunde auf das, was Albschreiber Bertram Schwarz mit Feder und Kamera produzieren wird. Schon einmal ist der SWR-Redakteur "Allein über die Alb" gefahren, wie sein Buch und seine Radio-Serie heißen, und war überall, nur nicht in Albstadt: Weil der Bus dort nicht hielt, sondern in Hartheim.

Robert Kling, Vorstand des Hauptsponsors Volksbank Albstadt, will unbedingt mehr über die Versicherungsvertreterin wissen, die Schwarz damals mitgenommen hat. Und Markus Brock von Susanne Feil – Gastgeberin einer der Wohnzimmer-Lesungen – ob sie vorher auch putze: "Sicher! Das ist so bei uns im Schwäbischen – vielleicht guckt ja jemand unters Sofa!"

Kulturamtsleiter Martin Roscher, Büchereichefin Christine Widmann-Simon, Christian Schenk, Direktor des Gymnasiums, und Lesepatin Ursula Baumgärtner, alle vom Arbeitskreis Literaturtage, heimsen nicht nur dicken Applaus für die Organisation der 62 Veranstaltungen ein, sondern werben auch fürs (Vor-)Lesen im gedruckten Buch – weil’s schlau macht und Kinder drauf stehen.

Osiander-Chef Heinrich Riethmüller, Vorsitzender des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, schwärmt von Albstadt, weil er keine Stadt dieser Größe kennt, "die so etwas stemmt", und Musikdirektor Sebastian Rathmann vom Projekt "Albchéry": "Weil dadurch die gelebte Freundschaft zwischen den Jugendlichen wächst."

Von den riesigen Büchern auf der Bühne – eine Idee von Matthias Raible – schwärmen überhaupt alle, und der Albschreiber zudem noch von seiner Logis in Burgfelden: "Ich dachte, ich guck’ mal aus dem Fenster, dann wird schon jemand kommen. Nach zweieinhalb Stunden hab’ ich mich ins Auto gesetzt." Damit ist er nun bis zum 27. November unterwegs und wird darüber schreiben, während die Besucher der Literaturtage zuhören dürfen: Autoren, Schauspielern, Musikern – alles drin!

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