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Albstadt Lichtblicke in einer besonders verrückten Zeit

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Lea-Katharina Scherl singt am Sonntag, begleitet von Anton und Eric Faude sowie Steffen Mark Schwarz, im Gottesdienst in der Ebinger Martinskirche.Foto: BK-Records Foto: Schwarzwälder Bote

Albstadt-Ebingen. Mit einem besonderen Ereignis unter besonderen Umständen beginnt am ersten Adventssonntag, 29. November, das neue Kirchenjahr: In der evangelischen Martinskirche gestalten die Sängerin Lea-Katharina Scherl und die Percussionisten Eric und Anton Faude, Vater und Sohn, zusammen mit Kantor Steffen Mark Schwarz an Orgel und E-Piano den Gottesdienst mit Pfarrerin Nicole Gneiting musikalisch.

Es ist eine Gratwanderung, denn Schwarz ist sich bewusst, dass es in Zeiten, da coronabedingt keine Konzerte und Veranstaltungen stattfinden dürfen, nicht einfach zu vermitteln ist, dass Musiker im Gottesdienst auftreten, der – natürlich – nach allen Regeln der Corona-Verordnung ablaufen wird.

Wie die Pandemie überhaupt das ganze Jahresprogramm der "Musik Martinskirche Ebingen" durcheinander gewirbelt hat. Die Aufführung der Kantorei zur Sterbestunde Jesu: abgesagt. Die beliebte Marktmusik-Reihe: komplett ins Wasser gefallen. Das traditionelle Adventskonzert: gestrichen.

Und am 23. Dezember hätten die Zuhörer Zeugen einer Uraufführung in der Martinskirche werden sollen: Aus der Feder von Mathias Rehfeldt, der schon den "Sonnengesang" für die Martinskantorei komponiert hatte, kommt eine Orgel-Suite in drei Sätzen, die Schwarz gewidmet ist und die er erstmals öffentlich spielen wollte. Nun wird sie digital aufgenommen und voraussichtlich erst im nächsten Jahr vor Publikum zu hören sein.

Für die Mittwochabende am 2., 9. und 16. Dezember lädt Steffen Mark Schwarz gemeinsam mit den Pfarrerinnen jeweils ab 18 Uhr zu einer Adventsmeditation bei Kerzenschein in die Martinskirche ein, die Mesnerin Aksana Kauerhof mit Kerzen besonders schön gestalten wird, wie er verrät. Glockenklang und liturgische Texte wechseln sich dann mit seinem Orgelspiel ab, denn Schwarz ist es schon immer wichtig, ganz besonders zur Einstimmung auf Weihnachten, einen geistlich-musikalischen Beitrag zu bieten. Als Kantor hat er schließlich auch einen Verkündigungs-Auftrag.

Begegnungen im Kirchenraum am Rande des Corona-Alltags

Im Kirchenraum der Martinskirche hat er gerade in diesem Jahr, wenn er zum Üben an der Rensch-Orgel saß, "viele gute Begegnungen gehabt", wie er betont. An Heilig Abend soll es wieder so sein, denn dann finden zwar keine Gottesdienste in der Martinskirche statt, "aber wir werden von 15 bis 21 Uhr präsent sein", kündigt er an: Pfarrerin Nicole Gneiting und er selbst freuen sich auf Begegnungen mit Kirchenbesuchern, und natürlich wird Schwarz auch in die Tasten greifen: "Wir sind dankbar, eine so grandiose Orgel hier zu haben, mit der man einiges machen kann, was zurzeit nicht verboten ist."

Wie das nächste Jahr aus kirchenmusikalischer Sicht verlaufen wird, hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie ab, doch Schwarz hofft, die Marktmusik-Reihe an Samstagen ab 11 Uhr zwischen Ostern und den Sommerferien anbieten zu können – dann stets in der Martins- statt in der Kapellkirche. Dort ist mehr Platz. "Was mit der Kantorei möglich ist, loten wir gerade aus", sagt er, "und auch in welcher Form das Programm erscheinen wird – ob als Jahres-, Quartals- oder Monatsprogramm – steht noch nicht fest."

Zunächst aber freut sich der Kantor erst einmal auf den Gottesdienst, mit dem das neue Kirchenjahr beginnt, und ein wahres Crossover-Programm mit Musik von Johann Sebastian Bach über Albert Frey bis Sarah Connor, deren Lieder Lea-Katharina Scherl mit ihrer klaren Stimme stets besonders wirkungsvoll transportiert.  Beginn ist am Sonntag, 29. November, um 9.30 Uhr in der Martinskirche in Ebingen.

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