Manfred Ewald und Elke Emilie Roth aus Laufen feiern heute Goldene Hochzeit.
„Er steht im Tor, im Tor und ich dahinter“ – so sang 1969 Wencke Myhre, als hätte sie die Geschichte der Eheleute Roth vorwegnehmen wollen. Die ersten Blicke zwischen den beiden jungen Leuten trafen sich 1972 auf dem Sportplatz in Truchtelfingen, wo Manfred Ewald Roth das Tor des FV 07 Ebingen hütete und seine spätere Braut Zaungast am Spielfeldrand war. Eine Woche später funkte es dann vollends beim Tanz in der Festhalle in Laufen, Elke Emilies Heimatort. Sie war dort am 10. April 1956 geboren worden – ihr Mädchenname lautete Horter – und wuchs zusammen mit einem Bruder auf. Nach der Schulzeit arbeitete sie als Näherin bei der Firma Pfeilring und verrichtete danach Heimarbeit für Rudolf Merz in Tailfingen. In späteren Jahren wirkte sie als Reinigungskraft für die Firma Vötsch in Frommern: „22 Jahre, bis zur Rente – meine beruflich schönste Zeit“, erinnert sie sich.
Manfred Ewald Roth stammt aus Ebingen, wo er am 19. September 1953 zur Welt kam und mit drei Geschwistern aufwuchs. Der Realschule folgte die Bürokaufmannslehre im Autohaus Rieber in Ebingen, für das er zwölf Jahre lang als Buchhalter tätig war. Nach einem Intermezzo bei Rudolf Merz in Tailfingen wurde er 1990 Prokurist bei der Firma Elektro Piske.
Südtirol wurde ihnenzur zweiten Heimat
Der ersten Verliebtheit zwischen Manfred Ewald und Elke Emilie im Jahr 1972 war keine drei Jahre später, am 14. Januar 1975, die Hochzeit gefolgt. 1980 wurde Sohn Patrick, 1986 Tochter Angela geboren. Schon früh, nämlich 1978, hatten die Roths ihr Eigenheim in Laufen bezogen – und Südtirol als zweite Heimat entdeckt. Später folgten gemeinsame Urlaube auf den griechischen Inseln, den Kanaren und in Bulgarien.
Was Manfred Ewald Roth sonst noch an Freizeit blieb, investierte er in seine große Leidenschaft, den Fußball. Als Jugendlicher hatte im Weiherwuhr begonnen; 15 Jahre lang stand er als Torhüter in Diensten des FV 07 Ebingen und danach als Trainer, Betreuer und Jugendleiter in denen des TSV Laufen. Tochter Angela, die in der Mädchenmannschaft des TSV Geislingen stand, begleitete er zu allen Spielen – und im übrigen war er ein treuer Fan des VfB Stuttgart.
Zweimal am Tag steht Nordic Walking auf dem Programm
An letzterem hat sich nichts geändert – doch die aktiven Tage des Fußballers Manfred Ewald Roth sind vorbei. Heutzutage sind die Natur und Holzarbeiten sein Steckenpferd, wohingegen seine Frau dem Nordic Walking frönt – nicht selten ist sie zweimal am Tage draußen unterwegs. Das Reisen spielt nach wie vor eine wichtige Rolle im Leben der Roths; alljährlich macht das Ehepaar Urlaub in Kärnten und in der Toskana in Urlaub.
Und die Goldene Hochzeit? Wird im Familienkreis gefeiert, zu dem mittlerweile vier Enkel, der ganze Stolz des Ehepaares, gehören. Und Manfred Ewald Roths Mutter Gertrud, die immerhin schon 97 Jahre alt ist. Wie sieht ihr Fazit von 50 Jahren Ehe aus? „Schön waren sie – wir können gar nicht glauben, dass jetzt schon die Goldene Hochzeit ansteht.“