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Albstadt Lammerberg-Realschule will allen gerecht werden

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Soll im übernächsten Jahr generalsaniert werden: die Tailfinger Lammerberg-Realschule. Foto: Martin Kistner

Albstadt-Tailfingen - Schulwandel, runderneuerte Schulleitung, Fachraumumbau – die Tailfinger Lammerberg-Realschule hat bewegte Zeiten hinter sich. Und vor sich: Der sanierungsbedingte Umzug wirft bereits seine Schatten voraus.

Der Schulbesuch, den Schulamtsleiter Gernot Schultheiß und Schulrätin Eleonore Wiehl der Schule am Mittwoch abstatteten, fiel gewissermaßen in eine wetterberuhigte Phase, die nicht von Dauer sein wird. 2016 war der langjährige Schulleiter Hans- Georg Keppler abgetreten, 2017 Stefan Wachendorfer, der Konrektor; der Wachwechsel war also ein kompletter, und das umso mehr, da seither Christine Fischer und Sevgi Turan, zwei Frauen, an der Lammerberg-Realschule Regie führen – das gibt es, wie Gernot Schultheiß anmerkte, sonst an keiner weiterführenden Schule in Albstadt.

Dass die gute Atmosphäre, die Schultheiß gleich in den ersten Minuten seines Gastspiels wahrgenommen haben will, damit etwas zu tun haben könnte, sagt er nicht – der Schulamtsleiter wird sich hüten, das neue Führungsduo auf Kosten des alten zu loben. Aber gelobt wurde doch, und nicht mit dem Tropfenzähler: Als ernsthaft und zugleich offen erlebe er Fischer und Turan; in ihren drei beziehungsweise zwei Jahren hätten sie sich offensichtlich sowohl den Respekt des Kollegiums als auch der Eltern erworben.

Was unter den gegebenen Umständen sehr wichtig ist: Die Realschule hatte vor drei, vier Jahren, als die damalige Landesregierung den Ausbau der Gemeinschaftsschule betrieb und der Schwanengesang auf die Hauptschule angestimmt wurde, ihre liebe Not mit Unken- und Kassandrarufen, dass auch sie als eine Art Gemeinschaftsschule enden werde – allerdings ohne spezielle Förderung. Der Spagat zwischen der neuen Aufgabe, Bildungsferne und sprachliche Handicaps von benachteiligten Schülern auszugleichen, und der alten, die Kinder des Mittelstands auf Berufe in Handwerk, Industrie und Finanzgewerbe vorzubereiten, sei einfach nicht zu bewältigen.

Der "pädagogische Spagat" funktioniert

Stimmt nicht, sagt Christine Fischer: Gewiss, die gezielte Förderung der heterogenen Klientel, sei es individuell, sei es in kleineren Gruppen, erfordere einigen Aufwand, aber dank zusätzlicher Poolstunden, einer – mittlerweile nicht mehr selbstverständlichen – "ordentlichen Lehrerversorgung" und eben dem Engagement der Kollegen sei man der Herausforderung gewachsen. Das nähmen auch die Eltern so wahr: "Die Realschule genießt wieder mehr Wertschätzung als noch vor wenigen Jahren."

Ein Unterricht, der Schülern von unterschiedlicher Herkunft und Bildungsvoraussetzungen ebenso gerecht werden soll wie den Anforderungen der Industrie 4.0, unterscheidet sich zwangsläufig von der Frontalansprache Marke Feuerzangenbowle – "Dat is een Dampfmaschin" genügt heute nicht mehr und das 70-Quadratmeter-Klassenzimmer mit Reihenbestuhlung ebensowenig. Bei der bevorstehenden Schulsanierung werden deshalb nicht nur die Fenster erneuert und die Leuchtstoffröhren durch LED ersetzt, sondern auch die Medienausstattung auf den aktuellen digitalen Stand der Dinge gebracht und räumliche Separees geschaffen, in denen Gruppen Projekte besprechen und einzelne Schüler Internetrecherchen betreiben können.

Die Sanierung des Schulzentrums Lammerberg ist in vollem Gang, die neuen naturwissenschaftlichen Fachräume nähern sich der Fertigstellung, im nächsten Schuljahr wird das gesamte Progymnasium in die frühere GolléHaug-Fabrik an der Ecke von Lammerberg- und Buchtalstraße umziehen und dort bleiben, bis ihr Schulhaus saniert ist. Danach kommt die Realschule an die Reihe.

Ende 2022 sollen die Arbeiten beendet sein

Wann? Da mag sich Jo Triller, Leiter des städtischen Amtes für Familie, Bildung, Sport und Soziales, momentan nicht festlegen – doch wenn es nach ihm geht, dann wird das neue Schulzentrum Lammerberg Ende 2022 fertig.

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