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Albstadt "Können wir uns das denn leisten?"

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Von Judith Fischer

Obernheim. Die Feuerwehr bekommt ein neues Gerätehaus. Am Dienstag stellte Architekt Gustav dem Gemeinderat die Pläne vor – und der segnete sie ab. Kostenpunkt: 1,16 Millionen Euro.

"Heute haben wir eine gute Entscheidung getroffen, für die Zukunft unserer Feuerwehr", erklärte Obernheims Bürgermeister Josef Ungermann, als die Hände wieder unten waren. Zuvor hatten die Räte einstimmig dem Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Uhlandstraße zugestimmt. Bereits vor über zwei Jahren hatte das Gremium – damals noch in anderer Zusammensetzung – beschlossen, die Freiwillige Feuerwehr Obernheim am ehemaligen Standort der Grundschule unterzubringen.

Nach Einschätzung von Architekt Gustav Maute ist das bisherige Feuerwehrgerätehaus längst nur noch ein Notlösung: Die Feuerwehr brauche dringend mehr Platz, unter anderem Abstellräume für ihre Gerätschaften. Im neuen Feuerwehrhaus, dessen Pläne Maute den Gemeindevätern präsentierte, steht dieser Platz zur Verfügung – und dazu Raum für 40 Männer und 20 Frauen.

Ein eigenes Reich für die Jugendfeuerwehr

Außerdem sieht seine Planung eine helle Fahrzeughalle, eine Werkstatt und einen großzügigen Umkleidebereich samt Duschen vor. Ein Vorratsraum, ein Vortragsraum und eine Küche sind ebenfalls eingeplant. Die Jugendfeuerwehr bekommt ihr eigenes Reich – Josef Ungermann hofft, dass dies der Jugendarbeit der Feuerwehr kräftigen Auftrieb gibt. Dank einer externen Stromversorgung wird die Feuerwehr auch im Katastrophenfall einsatzfähig sein. Die Fahrzeughalle soll aus fertigen Betonelementen zusammengesetzt werden, die dann nur noch aufgestellt und eingegossen werden müssen.

Die Gesamtkosten dieses Projekts schätzt das Architekturbüro Maute auf 1,155 Millionen Euro – dieser Betrag liegt weit über den ersten Schätzungen von 2013. Der Grund: Die Pläne müssen eine Vielzahl von Standards und Vorschriften erfüllen; das ist Voraussetzung dafür, dass überhaupt Fördermittel vergeben werden können. Der Zuschuss, den das Land Baden Württemberg für den Bau der drei Fahrzeugboxen gewähren könnte, beträgt 175 000 Euro. Außerdem hat die Gemeinde Mittel aus dem Ausgleichsstock in Höhe von 600 000 Euro beantragt. Der Eigenanteil der Gemeinde betrüge, wenn diese Zuschüsse alle bewilligt würden, noch 38 0133 Euro.

Und wenn nicht? Dann müsste das gesamte Vorhaben neu diskutiert werden und alles noch einmal ganz von vorne beginnen. Daran ließ Josef Ungermann keinen Zweifel: "Ohne die Zuschüsse wird es mit Sicherheit nicht gehen". Indes gab sich der Bürgermeister zuversichtlich: Die Obernheimer Feuerwehr werde neuerdings im Einsatzplan für die Landeserstaufnahmestelle in Meßstetten berücksichtigt – damit, spekuliert Ungermann, wüchsen auch die Chancen auf finanzielle Förderung durch das Land.

"Können wir uns das denn überhaupt leisten?" lautete dennoch die besorgte Frage von Gemeinderat Joachim Schnell. "Wir können es zumindest finanzieren", erwiderte Ungermann. Auch ihm, bekannte er, wäre es lieber gewesen, wenn am Ende keine siebenstellige Zahl gestanden wäre. Der Bürgermeister hegt aber die Hoffnung, die Kosten durch Eigenleistungen der Feuerwehr doch noch um einen sechsstelligen Betrag senken zu können.

Auch der Fuhrpark muss aufgerüstet werden

Ungermann ist sich sicher, dass das Thema Feuerwehr den Gemeinderat in den kommenden neun Jahren noch oft beschäftigen wird – solange werde es dauern, bis auch der Fuhrpark wieder auf einem angemessenen Niveau sei. "Dies hier ist aber der erste Schritt".

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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