Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Albstadt Klinik setzt auf Unfallchirurgie

Von
Geschäftsführer Uwe Bauer und Verwaltungsdirektorin Heike Dessecker-Maier zeigen, wo die neue Rettungswagenanfahrt entstehen soll. Foto: Reich Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Acura-Kliniken wollen sich als unfallchirurgisches Zentrum ausrichten. Dazu soll auch eine Rettungswagenzufahrt samt Schockraum gebaut werden. Das Krankenhaus reagiert damit auf ein Gutachten, das in diesem Bereich in der Region Defizite sieht.

Wer sich in Albstadt den Arm oder das Bein bricht – was bei den momentanen Wetterverhältnissen durchaus im Bereich des Möglichen liegt – muss bisweilen mit längeren Transportwegen rechnen. Denn die nächsten unfallchirurgische Stützpunkte sind in den Krankenhäusern in Balingen und Sigmaringen, was gleich einmal eine halbe Stunde Fahrt bedeutet. Dies monierte auch zwei Gutachten, die von der Stadt Albstadt und dem Kreistag in Auftrag gegeben wurden.

Darauf wollen die Acura-Kliniken in Truchtelfingen nun reagieren. In ihrem neuen Anbau wurde deshalb ein fünf Millionen Euro teurer OP-Trakt geschaffen. Zudem entsteht hier ein neuer Intensivbereich. Er ist zweigegliedert und unterteilt sich in einen regulären Wachraum sowie einen Bereich, in dem besondere Intensivbetreuung angeboten wird. Zwei Pflegekräfte kümmern sich dort beispielsweise um einen Patienten. Hier können Patienten versorgt werden, bei denen es nach Operationen zu Komplikationen kommen könnte.

Der Zugang ist nur durch einseitig begehbare Schleusen möglich, eine besondere Lüftung sorgt für keimfreie Atmosphäre. Ein bis zwei Patienten können dort versorgt werden. Die zugehörigen Lager- und Sozialräume kommen im Altbau unter. Der Intensivbereich soll im Mai in Betrieb gehen.

Personell haben die Kliniken dafür bereits vorgesorgt, sagte Geschäftsführer Uwe Bauer in einem Pressegespräch. So wurden mehr Pflegekräfte eingestellt, zudem werden Intensiv- und Anästhesieschwestern gesucht. "Und einen Anästhesisten kann man auch immer noch gebrauchen", sagte Bauer. 210 Mitarbeiter hat das Krankenhaus momentan, davon sind 23 Ärzte, unter denen sich viele Unfallchirurgen befinden, wie der Geschäftsführer erklärte. 130 Betten stehen den Patienten momentan zur Verfügung.

Um einem unfallchirurgischen Schwerpunkt gerecht zu werden, soll auch das Einliefern der Patienten per Rettungswagen geändert werden. Bislang wurden Verletzte durch den Haupteingang gebracht. Jetzt soll rechts neben dem Einlass eine überdachte Anfahrt für Rettungswagen gebaut werden.

Akut-Reha ohne Ortswechsel – ein solches Angebot gibt es sehr selten

Die Patienten kommen dann durch einen separaten Eingang direkt in einen Schockraum, wo sie erstversorgt werden können. Von dort aus kommen sie dann direkt in die entsprechenden Abteilungen. "Ich will das in der ersten Jahreshälfte 2017 umsetzen", kündigte Uwe Bauer an. In diesem Zusammenhang ist auch daran gedacht, den Bereich vor dem Eingang aufzufüllen, um einen ebenerdigen, treppenfreien Zugang zu schaffen.

Voraussetzung zum Einhalten des Zeitplans ist, dass es zu keinen bösen Überraschungen kommt, von denen die Albstädter Acura-Kliniken in ihren bisherigen Bauphase auch nicht verschont geblieben sind. So sorgte ein Wasserschaden dafür, dass der OP-Bereich längere Zeit ausfiel, was einem wirtschaftlichen Schaden von einer Million Euro entspricht. Auch mit den Wandverkleidungen im neuen Bettentrakt ist der Geschäftsführer nicht glücklich: Sie weisen starke farbliche Abweichungen auf und sind sehr empfindlich gegen Beschädigungen.

Noch etwas gefällt Bauer nicht: In einer Patientenumfrage kam heraus, dass gerade einmal sechs Prozent der Befragten wussten, dass die Albstädter Acura-Kliniken eine Akut-Reha anbieten, das heißt, dass Patienten nach ihrer Operation direkt in die Regenerationsphase übergehen können, ohne Ortswechsel und begleitet von den Ärzten, die sie auch behandelt haben. Das werde sehr selten angeboten, betonte Koch.

Doch momentan geht es darum, noch die letzten Ausbesserungsarbeiten zu machen, bevor der neue Flügel ganz fertig ist. Geschäftsführer Uwe Bauers Resümee lautet: "Es ist alles soweit okay, aber es hätte viel besser laufen können."

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.