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Albstadt "Kindergärten seh’n heute anders aus"

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Große Fensterfronten soll die neue Kindertagesstätte Alfred Haux bekommen. Plan: Maute Foto: Schwarzwälder Bote

Die Stadt Albstadt lässt die Kindertagesstätte Alfred Haux in der Leipziger Straße abreißen und ein neues Haus für einen sechsgruppigen Kindergarten – vier Regel- und zwei U3-Gruppen – bauen. Das hat der Gemeinderat beschlossen.

Albstadt-Ebingen. Die Vorgeschichte ist bekannt. Die leer stehende frühere Hausmeisterwohnung sollte in einen U3-Bereich umgebaut werden; bei der Entkernung stießen die Bauarbeiter im Sommer 2017 auf Spuren massiven Mäusebefalls in Holzständerwänden und Decken. Die Kindertagesstätte wurde geschlossen und ausquartiert, und dann wurden verschiedene Varianten einer Lösung des Problems geprüft. Zur Debatte standen eine Komplettsanierung und diverse Neubauvarianten: mit und ohne Barrierefreiheit, mit einem Raumprogramm für drei Regelgruppen und eine U3-Gruppe oder aber für vier Regelgruppen und zwei U3-Gruppen. Am Ende beschloss die Stadtverwaltung, Nägel mit Köpfen zu machen, und fasste die umfassendste und kostspieligste Lösung ins Auge: die mit sechs Gruppen und einem Obergeschoss, das in den anderen Entwürfen nicht vorkommt.

Diese Variante vier wurde am Donnerstag dem Gemeinderat vorgeschlagen und einstimmig angenommen. Kosten wird sie 4,77 Millionen Euro, von denen 500 000 noch in diesem Jahr überplanmäßig finanziert werden müssen. Die Restsumme wird in zwei Tranchen 2019 und 2020 finanziert; 450 000 Euro wird aller Voraussicht nach das Land aus seinem Investitionsförderprogramm für Kinderbetreuung zuschießen. Der Abbruch von Kindertagesstätte und Wohnung soll im kommenden Winter über die Bühne gehen, der Neubau im März 2019 in Angriff genommen werden. Die Fertigstellung ist für August 2020 vorgesehen; im September können die Kinder dann ihr neues Domizil beziehen.

Die Entscheidung über das Projekt war bereits im Vorfeld der Ratssitzung gefallen; sowohl der Technische und Umweltausschuss als auch der Verwaltungs- und Finanzausschuss hatten einstimmige Empfehlungen für Variante vier abgegeben. Die Sprecher der Fraktionen erklärten unisono, die Kindertagesstätte in der Leipziger Straße sei unverzichtbar, und gaben sich zuversichtlich, dass die Kosten, anders als im Tailfinger Veilchenweg, diesmal nicht aus dem Ruder laufen würden – unliebsame Überraschungen, so Lambert Maute von der CDU, seien ja wohl diesmal nicht zu erwarten. Apropos Überraschungen: Ob es möglich sei, Mäuse in öffentlichen Gebäuden etwas früher aufzuspüren als in diesem Fall geschehen?

Philipp Kalenbach von der FDP empfand die Planung von Architekt Karl-Eugen Maute als allzu sachlich und vermisste ein wenig Verspieltheit und "Freundlichkeit". Worauf ihn Oberbürgermeister Klaus Konzelmann belehrte: "Kindergärten sehen halt heute anders aus als der, den Sie besucht haben!"

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