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Albstadt In Tailfingen grassiert Q-Fieber

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Durch infizierte Schafe wird die Krankheit häufig auf den Menschen übertragen. Foto: Kjer

Albstadt-Tailfingen - In Tailfingen sind mehrere Fälle von Q-Fieber aufgetreten - am 15. August waren es 27. Einige der Patienten haben sich eine Lungenentzündung zugezogen.

Laut Angaben des Landratsamts haben in Tailfingen in der vergangenen Woche mehrere Personen mit Fieber und grippeähnlichen Symptomen den Arzt aufgesucht. Mittlerweile wurde in mehr als zwei Dutzend Fällen Q-Fieber diagnostiziert.

Q-Fieber tritt auf der Schwäbischen Alb endemisch auf, heißt es weiter. Die Inkubationszeit, also der Zeitraum zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der Krankheitssymptome, betrage zwei bis drei Wochen. Die Krankheit werde häufig durch infizierte Schafe, die den Erreger vor allem bei der Geburt von Lämmern ausscheiden, auf den Menschen übertragen.

Die Bakterien könnten längere Zeit außerhalb eines Wirtsorganismus überleben und werden vom Wind, der Staub aufwirbelt, weiter verbreitet, teilt das Landratsamt mit. Menschen könnten sich anstecken, wenn sie den Erreger mit der Atemluft einatmen; eine Übertragung von Mensch zu Mensch finde dagegen so gut wie gar nicht statt.

Etwa die Hälfte der Q-Fieberinfektionen führe zu gar keinen oder nur leichten grippeähnlichen Symptomen; bei schwereren Erkrankungen treten hohes Fieber, Glieder- und Muskelschmerzen auf. In einem Teil dieser Krankheitsfälle könne es auch zu Lungen-, Leber-, Herzmuskel- und Herzinnenhautentzündungen kommen. Behandelt werde Q-Fieber mit einem bestimmten Antibiotikum, das über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen eingenommen werden müsse.

Schwangere gefährdet

Bewohner von Tailfingen, die in den vergangenen Tagen an Fieber und Atemwegserkrankungen litten, sollten sich mit ihrem Arzt in Verbindung setzen und sich auf Q-Fieber testen lassen. Besonders gefährdet seien Schwangere und Personen, die an einer Immunschwäche oder Herzfehlern leiden. Ihnen werde auch ohne Vorliegen von Krankheitszeichen eine Untersuchung auf Q-Fieber empfohlen.

Da an Q-Fieber Erkrankte erst zwei Jahre nach der dokumentierten Ausheilung wieder Blut spenden dürfen, wurde auch der DRK-Blutspendedienst wurde informiert. Darüber hinaus wurde das Veterinäramt eingeschaltet, das die mögliche Ansteckungsquelle ausfindig machen soll.

 Weitere Informationen finden sich auf dem Q-Fieber-Merkblatt des Gesundheitsamtes. Dieses findet sich auf der Homepage des Landratsamtes.

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