Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Albstadt In Menschen lesen wie in einem offenen Buch

Von
Martin Roscher (links) und Christine Widmann-Simon verraten Bertram Schwarz ihre Höhepunkte der Literaturtage. Foto: Schwarzwälder-Bote

schwarzwaelder-bote.de schickt Sie auf Reisen Zum Gewinnspiel

Albstadt-Ebingen. Selbst am offiziellen Ende der Literaturtage gab es für Albschreiber Bertram Schwarz und manchen der Zuhörer in der Stadtbücherei noch etwas zu entdecken, nämlich: wie viele musikalische Talente in Albstadt zu Hause sind.

Anlass war die Finissage zur Ausstellung des Künstlers Bernd Zimmermann, die das Motto der Literaturtage zum Titel hatte: "Seiten wechseln". Das passte, denn der Tailfinger und Teilzeit-Katalane liebt es, offene Bücher in seine Skulpturen und Kunstwerke einzubauen, "weil man in Menschen manchmal auch lesen kann wie in einem offenen Buch", wie er Schwarz verriet.

Der hätte "vor vier Wochen nicht geglaubt", wie groß die Literaturtage ausfallen würden, wie er bekannte, ehe er es Lob regnen ließ auf das Team aus Arbeitskreis, Kulturamt und Stadtbücherei, das die 62 Veranstaltungen organisiert hatte. Cordula Stepper, Mitarbeiterin der Stadtbücherei, wollte Schwarz dann ein Geheimnis entlocken, das alle Eltern und Großeltern im Publikum gerne erfahren hätten: Wie bringt man Kindern das Lesen nahe? "Man muss es selbst erleben, dass man beim Lesen abtauchen kann in eine ganz andere Welt", verriet Stepper.

Kulturamtsleiter Martin Roscher hingegen verriet, was für ihn das Besondere war an den Literaturtagen: "die tolle Teamleistung und die Begegnungen mit den Menschen". Und natürlich die "Crossover-Projekte" – Musik und Literatur, das geht für den Vater musizierender Kinder gut zusammen. Christine Widmann-Simon, die Leiterin der Stadtbücherei, freut sich schon auf die nächsten Literaturtage im Herbst 2019: "Das Beste von diesem Mal nehmen wir mit, und dann kommt wieder Neues dazu", kündigte sie an. Dass es noch Bewerber für Wohnzimmer-Lesungen gebe, die noch nicht zum Zuge gekommen seien, sei ein Grund, diese auch 2019 wieder ins Programm zu nehmen.

Wird die Volksbank als Hauptsponsor wieder dabei sein? "Natürlich", versicherte Vorstand Benjamin Wurm. "Wenn man selbst bei der Abschlussveranstaltung noch Stühle dazustellen muss, zeigt das die Faszination."

Für Heiterkeit sorgte Schwarz dann, als er Passagen aus seinem Tagebuch vorlas, das auf der Internetseite der Stadt ebenso zu finden ist, wie die Filme, die er gedreht hat. Wie einst Lothar Matthäus habe er in seiner Ferienwohnung im beschaulichen, ruhigen Burgfelden am dritten Tag angefangen, von sich selbst in der dritten Person zu denken.

Kunst, Literatur, Humor – fehlte noch die Musik zu einem runden Abend, und die steuerten junge Hochkaräter aus Albstadt bei: Jan Luka Diebold spielte Klavier nicht nur als Begleiter der Violinistinnen – seiner Schwester Emily und Nina Assadollahniajami, die regelmäßig Preise bei "Jugend musiziert" abräumt. Er präsentierte auch seine eigene Komposition, den dritten Satz aus der ersten Klaviersonate in C-Dur. So schloss sich ein Kreis: Nicht zum ersten Mal haben die Zuhörer bei einer Veranstaltung in der Stadtbücherei entdeckt, was Albstadt an ungewöhnlichen Talenten zu bieten hat.

Fotostrecke
Artikel bewerten
0
loading
 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading