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Albstadt In gute Hände abgegeben

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Förmlich überrannt worden sind die Organisatoren des ersten Warentauschtages von Bündnis 90/Die Grünen in der Festhalle. Schon als um 12 Uhr die Pforten öffneten, strömten die Besucher herein, um die besten Schnäppchen zu ergattern.

Albstadt-Ebingen. Alles kostenlos, aber nicht umsonst: Jeder durfte am ersten Warentauschtag am Samstag in der Festhalle bringen, jeder durfte mitnehmen, was er wollte. Fürs Bringen galt nur die Regel: Sauber und funktionsfähig musste es sein.

Schon am Abend zuvor hatten die rund 45 Helfer, die bei der Auswahl ein Erstzugriffsrecht hatten, die Tische und Kleiderständer gut bestückt. Hinzu kam dann noch, was die Besucher am Samstag brachten. "Viele haben gesagt: Hätte ich gewusst, was ich alles bringen darf, hätte ich noch mehr mitgebracht", berichtet Stadträtin Susanne Feil, eine der Ideengeberinnen und Hauptorganisatorinnen. Doch auch so hatten die Helfer an den Tischen gut zu tun, um alles übersichtlich zu präsentieren – ein Vorteil gegenüber ähnlichen Veranstaltungen anderswo, wo schnell ein Durcheinander ausgebrochen sei, wie einige Besucher erzählten.

Elektrogeräte sind besonders heiß begehert

Besonders begehrt waren Elektrogeräte – vom Wasserkocher bis zur Fritteuse, vom Muffin-Maker bis zur Kaffeemaschine, darunter auch solide ältere Stücke aus der Zeit, als Geräte noch länger hielten, ehe sie den Dienst quittierten. Ebenfalls gefragt: Kleidung. Auf der Bühne waren schnell Berge angewachsen, und viele chice Stücke wechselten schnell die Besitzer.

Um Bettwäsche, Tischdecken und andere Heimtextilien und Deko-Artikel rissen sich die Besucher ebenfalls. Und so war schon gegen 15 Uhr, eine Stunde vor dem offiziellen Ende, das meiste vergeben. Die Restposten – das waren vor allem VHS-Videokassetten, alte Schallplatten und Bücher, die nicht mehr dem Stand der Zeit entsprechen. "Schlank & schön mit Brot" oder der Almanach ’97 für den Schwarzwald-Baar-Kreis, noch original verpackt, blieben ebenso liegen wie die "Superhitparade aus dem Musikantenstadel" und "Ein bisschen Glück", gesungen vom Original Naabtal-Duo.

Trotzdem: "Wir hätten nie gedacht, was alles Abnehmer findet", sagt Susanne Feil mit Blick auf die begehrten Waren, unter denen auch manch kurioses Stück war – und manches, was es erst einmal zu identifizieren galt, etwa ein kleines Plastikgehäuse mit einer Art Rührbesen darin, der von Hand gedreht wird, und Schlitzen am unteren Ende. Werden damit Spätzle gemacht oder Spritzgebäck für den Weihnachtstisch? Probieren geht über Studieren.

Dass es eine Neuauflage des Warentauschtages geben wird, steht für die Organisatoren schon jetzt fest, zumal es nur wenig war, was die Partner – das Kauf-Wasch-Café, die Carmadio-Boutique der Caritas und die Firma Korn-Recycling – am Ende mitnehmen mussten. "Alle haben gefragt: Wann gibt es das wieder?", freut sich Susanne Feil. Das Konzept, noch Nutzbares, das einen Dornröschenschlaf auf dem Dachboden fristete, wieder nutzbar zu machen, ist voll aufgegangen.

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