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Albstadt Hilfe und Rat schon nach der ersten Diagnose

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Jannik NölkeFoto: Nölke Foto: Schwarzwälder Bote

Albstadt-Ebingen. Jannik Nölke ist neuer Ansprechpartner für Erwachsene der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft (DZG) im Zollernalbkreis.

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, die den Dünndarm betrifft und auf einer Unverträglichkeit gegen das Klebereiweiß Gluten beruht, das in Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel und handelsüblichem Hafer vorkommt. Lebensmittel aus diesen Getreiden wie Mehl, Brot, Bier, Nudeln, Gebäck und Kuchen enthalten Gluten. Es kann aber auch in vermeintlich unverdächtigen Produkten, wie beispielsweise Bonbons, Eis, Pudding, gemischten Wurstsorten, Suppenwürfeln und ähnlichem vorkommen.

Gluten schädigt den Dünndarm, indem es die Dünndarmschleimhaut abflacht und zum Abbau der Dünndarmzotten führt. Bei andauernder Glutenbelastung ist der Oberflächenverlust so groß, dass der Körper nicht mehr genug Nahrungsbestandteile aufnehmen kann und Mangelerscheinungen auftreten.

"Nach heutigen Erkenntnissen besteht die Erkrankung ein Leben lang", erklärt Nölke, der selbst seit frühester Kindheit betroffen ist. "Medikamente zur nachhaltigen Besserung oder Heilung sind noch nicht entwickelt." Grundlage jeder Behandlung sei daher eine Umstellung auf eine strikte, glutenfreie Ernährung, die es konsequent ein Leben lang einzuhalten gelte.

Seit Jahren engagiert sich Jannik Nölke aktiv in der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft und unterstützt Katharina Locher aus Balingen, die seit 2009 die Gesprächsgruppe für Kinder und Jugendliche leitet. Außerdem ist der Ebinger für die Internetauftritte und die Öffentlichkeitsarbeit der Gesprächsgruppen verantwortlich. "Ich möchte Menschen, die die Diagnose Zöliakie bekommen, Unterstützung leisten", betont der 20-Jährige Volontär der Online-Redaktion des Schwarzwälder Boten. "Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, sich an die strikte glutenfreie Diät zu halten." Deshalb legt er auch großen Wert darauf, Gastronomen und Ärzte in der Region über Zöliakie aufzuklären.

In Deutschland sind über 200 ehrenamtliche Kontaktpersonen für Menschen mit Zöliakie aktiv. Die DZG bildet sie aus und laufend fort. Vor Ort bieten Kontaktpersonen Veranstaltungen wie Koch- und Backkurse, Ausflüge und informative Veranstaltungen rund um das Thema Zöliakie an. Zudem leiten sie regelmäßig Gesprächsgruppen, in denen sich Betroffene austauschen können. Coronabedingt muss das erste Treffen der Gruppe für Erwachsene noch warten. Alle Erwachsenen Mitglieder der DZG, die im Zollernalbkreis leben, erhalten jedoch eine Einladung, sobald ein Termin feststeht. Melden können sie sich bereits jetzt.

Weitere Informationen: E-Mail: glutenfrei- zollernalbkreis-erw@ kp-dzg-online.de Telefon 07431/97 12 981 www.zoeliakie-zak.de

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