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Albstadt "Heiliger Geist sichtbar in Helfenden"

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Gab einen glänzenden Einstand an der Orgel von St. Elisabeth in Tailfingen: Theresa HinzFotos: Eyrich Foto: Schwarzwälder Bote

Wahrlich besondere Gottesdienste hat die katholische Seelsorgeeinheit Talgang am Sonntag gefeiert – und die neue Kirchen- und Dekanatsmusikerin Theresa Hinz hat einen großen Teil dazu beigetragen.

Albstadt-Tailfingen. "Schon seit meinem Studienbeginn träume ich von einer aufgeschlossenen, herzlichen und musikalisch vielfältigen Kirchengemeinde." So hat Theresa Hinz die Mitglieder der katholischen Seelsorgeeinheit Talgang im jüngsten Kirchenbrief begrüßt. Am Sonntag durfte sie zum ersten Mal für sie spielen – erst in St. Elisabeth, danach in St. Franziskus, wo zum ersten Mal seit Wochen wieder Präsenz-Gottesdienste gefeiert wurde.

Pastoralreferent Michael Holl begrüßte die Gäste, die sich im Frühgottesdienst in St. Elisabeth – nach vorheriger Anmeldung und Desinfizierung der Hände am Eingang sowie mit Masken ausgestattet – auf die markierten Plätze verteilt hatten, und fand nachdenkliche Worte zur Corona-Krise. Er selbst habe Menschen, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben seien, begleitet und erlebt, wie schwer es für die Angehörigen gewesen war, nicht bei ihren sterbenden Lieben sein zu dürfen. Holl erinnerte aber auch an die Arbeit von Father Marredy in Indien und Schwester Theresina Fehrenbacher im Nordosten Brasiliens, deren Hilfsprojekte die Seelsorgeeinheit unterstützt. Dort komme zum Problem der Coronavirus-Pandemie der Hunger und die fehlende Krankenversicherung dazu, betonte Holl und machte deutlich, dass die Menschen hierzulande vergleichsweise gut gehe.

Singen ist nur der Schola erlaubt – doch sie singt um so lauter und schöner

Die Predigt hielt die neue Pastoralassistentin Ruth Schiebel, die zusammen mit zwei Ministranten Pfarrer Arthur Kawesa beim Gottesdienst assistierte, und ging dabei auf die österliche Zeit bis zum Pfingstfest ein, da der Heilige Geist auf alle herab komme. In Zeiten wie diesen sei er besonders zu spüren, etwa in Person jener Menschen, die im Nachbarschaftsportal anderen ihre Hilfe angeboten hätten.

In die Fürbitten schloss die Gemeinde alle Erkrankten weltweit ein, aber auch die Verantwortungs- und Entscheidungsträger sowie jene, denen die Isolation zusetze und jene, die durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten kämen. Außerdem betete die Gemeinde für ihre neue Kirchenmusikerin Theresa Hinz – und applaudierte ihr zur Begrüßung. Denn Singen – das war den Gemeindemitgliedern nicht erlaubt angesichts der dadurch vermehrt ausgestoßenen Atemluft.

Um so voller sangen drei Mitglieder der Schola von der Empore, zuletzt "Segne Du Maria" im Marienmonat Mai, während Theresa Hinz an der Orgel deutlich machte, dass sich die Gemeinde auf die Gottesdienste mit ihr freuen darf. "Schon im Alter von 13 Jahren begann ich, die Orgel, die Königin der Instrumente, zu spielen und gründete im Jugendalter mit anderen Jugendlichen meines kleinen Heimatdorfes Dietelhofen eine kleine Schola", schreibt sie im Kirchenbrief.

Während ihrer Studienzeit an der Kirchenmusikhochschule Rottenburg habe sie mehrere Chöre geleitet "und meinen persönlichen Höhepunkt der Woche in der musikalischen Gestaltung der sonntäglichen Messfeier an der Orgel erlebt. Nun kann ich mit nichts Schöneres vorstellen, als hier eine so abwechslungsreiche Stelle zu finden, die mir die Chance bietet, mit Ihnen zu musizieren und meine Musik erklingen zu lassen."

Gerade jetzt sei die Musik eine Chance, "einen kleinen Lichtpunkt zu setzen", getreu dem heiligen Franziskus, der gesagt habe: "Schon ein kleines Licht kann viel Dunkelheit erhellen." Dass es ihr gelungen ist, machte der Applaus am Ende des Gottesdienstes deutlich – er war so kräftig, als sei die Kirche voll besetzt.

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