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Albstadt Hallen-Sanierungen kosten 50 Millionen Euro

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Nicht zur Dekoration, sondern um Bälle zu fangen, hängen Netze in der Turn- und Festhalle Laufen, die der Gemeinderat besichtigt hat. Foto: sb

Albstadt - Allgemein und bedeck hält sich die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung über die Klausurtagung zum Thema "Immobilienkonzeption – Turn- und Festhallen der Stadt Albstadt". Tatsächlich stehen schaurige Zahlen im Raum.

Von 50 Millionen Euro, welche die Stadt in den nächsten 20 Jahren in ihre 21 Hallen investieren müsse, spricht die Verwaltung in ihrer Pressemitteilung zur Klausurtagung, bei der sich die Stadträte zusammen mit Baubürgermeister Udo Hollauer und Bernd-Michael Abt, dem Leiter des Amtes für Bauen und Service, exemplarisch vier Hallen angesehen haben: die Turn- und Festhalle Laufen, die Zollernalbhalle, die Schlossberg-Turnhalle und die Festhalle Ebingen. Weil dort "die Unzulänglichkeiten stellvertretend für alle sichtbar geworden" seien, wie Abt sagte.

Dass die Turn- und Festhalle Laufen sowie die Schlossberg-Halle erhebliche Mängel aufweisen, ist seit längerem bekannt. So dürfen in Laufen bestimmte Sportarten nicht mehr betrieben werden; eine starke Begrenzung der Besucherzahl bei Veranstaltungen steht im Raum. Die Schlossberg-Halle war mehrfach gesperrt gewesen – unter anderem vor einem Jahr, weil ein Lautsprecher im Unterricht von der Decke gefallen war. Dass es auch in der Zollern­albhalle und der Festhalle Ebingen Probleme gibt, war hingegen bisher nicht allgemein bekannt.

Nach Informationen des Schwarzwälder Boten ist in der Letzteren der Brandschutz der Knackpunkt. Eine Sprinkleranlage müsste installiert werden, um weiterhin große Veranstaltungen mit mehreren 100 Gästen dort abhalten zu können. Um sie zu halten, wäre zum Beispiel ein Stahlkorsett notwendig – eine teure Angelegenheit. Im Ältestenrat war deshalb schon einmal die Befürchtung aufgetaucht, eine Sanierung könnte sich nicht lohnen. Das Wort "Abriss" war gefallen. Auch die Zollernalbhalle – die größte der Stadt – sei nicht zu halten, weil der Zustand zu schlecht sei, habe die Verwaltung in nichtöffentlicher Sitzung verlauten lassen. Ähnliches sei beim Thalia-Theater der Fall.

Die Klausurtagung des Gemeinderats war ursprünglich schon für Januar angesetzt gewesen. Weil die Brandschutzuntersuchungen damals jedoch noch nicht abgeschlossen waren, hatte sie vertagt werden müssen. Nun hat Udo Hollauer sämtliche Hallen und ihre Mängel im Detail vorgestellt – welche das sind, verrät die Pressemitteilung freilich nicht. Nur so viel, dass es um Heizungen, Sanitäranlagen, Lüftungen, Elektroinstallationen, aber auch um die Gebäude selbst gehe, von denen die meisten etliche Jahrzehnte alt sind.

Auf Basis des Gesamtkonzepts, für das alle Hallen untersucht wurden, habe die Stadt bereits einige Sofortmaßnahmen in Sachen Brandschutz eingeleitet, heißt es weiter – als Beispiel wird der Bau eines größeren Notausgangs als zweiter Rettungsweg für die Turn- und Festhalle Margrethausen genannt. Außerdem kündigt die Stadt an, dass bei der Messe gesinA im Juni ein weiteres Zelt aufgestellt werden müsse, weil die Galerie der Festhalle Ebingen nicht genutzt werden könne. Und nicht zuletzt sei bei vielen Veranstaltungen die Brandwache der Feuerwehr verstärkt worden. 1492 Stunden waren dafür im Jahr 2014 angefallen.

Zum Sanierungsstau an den Hallen, den die Stadt nun auf 50 Millionen Euro, verteilt auf die nächsten 20 Jahre, beziffert, kommen weitere Summen, die in die Infrastruktur investiert werden müssten. Für die Kläranlagen stehen nach Informationen unserer Zeitung zwischen 40 und 50 Millionen Euro im Raum, verteilt auf zehn bis 15 Jahre, für Straßen ebenso viel – Kanalsanierungen nicht mitgerechnet. Alles in allem soll sich der Sanierungsstau an öffentlichen Gebäuden und Straßen in Albstadt auf eine Viertel-Milliarde summieren.

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