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Albstadt Gutes Essen – und das zum Nulltarif

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Albstadts Foodsharing-Gruppe vor ihrem neuen Fair-Teiler Foto: Schwarzwälder Bote

Schon seit längerem wollte Albstadts "Foodsharing"- Initiative einen für jedermann zugänglichen "Fair-Teiler" aufstellen – jetzt ist es so weit. Das Möbel steht vor dem Ebinger Kunst-Werk-Haus; am kommenden Freitag wird es offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Albstadt-Ebingen. "Immer mehr Leute finden es gut, dass auch hier so etwas gemacht wird, und unterstützen unsere Aktion", konstatieren die beiden "Foodsharing"-Botschafter Demian Eppler und Moritz Weber. Und auch im "Food­sharing"-Team, berichten sie, bringen sich immer mehr junge Leute ein und arbeiten mit. "Die Gruppe ist gefestigt und zu einer guten Gemeinschaft zusammengewachsen." Was ist das, Foodsharing? Laut einer Studie der Universität Stuttgart wirft jeder Mensch pro Jahr 85 Kilogramm Lebensmittel weg, und zwar nicht etwa, weil sie verdorben wären, sondern weil der Lagerbestand zu groß, die Ware nicht mehr ofenfrisch oder ein Verfallsdatum abgelaufen ist – ein Datum, das im Zweifelsfall früher als unbedingt notwendig angesetzt war. Oder auch weil Ostern vorbei ist und Schoko-Eier nicht mehr ins Sortiment gehören. Hier soll Foodsharing – auf Deutsch "Essen teilen" – Abhilfe schaffen.

In größeren Städten gibt es die Lebensmittelrettung schon seit Jahren – Demian Eppler, der in der Stuttgarter Food­sharing-Initiative einschlägige Erfahrungen gesammelt hatte, sowie Fenja Feil und Moritz Weber fanden, dass Albstadt da nicht länger hinterherhinken dürfe. Sie nahmen Kontakte zu Betrieben, Händlern, Geschäften und Lokalen auf und fragten nach, ob sie bereit seien, Lebensmittel an die junge Initiative abzugeben. Die ersten Reaktionen waren eher ernüchternd – nur das Kaffeewerk Zollernalb erklärte aus dem Stand bereit zu einer Kooperation. Doch dann folgten andere, etwa die Gaststätten "Josis Klause" in Ebingen, der "Blaue Engel" in Straßberg und das Tailfinger "Que Vivas", und damit kam Bewegung in die Sache. Derzeit laufen Verhandlungen mit einem Albstädter Supermarkt – ist dort etwas vom Tagesessen oder Kuchen übrig, kann es kostenlos abgeholt werden.

Wer sind die Abnehmer? Anders als bei den Tafeln nicht nur erwiesenermaßen Bedürftige, sondern prinzipiell jeder, dem es nichts ausmacht, dass der Laugenwecken am Vortag gebacken wurde.

Und wie funktioniert die Logistik? An dieser Stelle kommt der "Fair-Teiler" ins Spiel, ein Holzverschlag mit zwei Quadratmetern Grundfläche, in dem ein Kühlschrank und Regale stehen und die Waren in Kunststoffboxen auf die Kundschaft warten. Mittlerweile wurde er vor dem Kunst-Werk-Haus aufgestellt; am 17. Januar wird er offiziell eingeweiht und danach tagsüber geöffnet sein. Jeder kann sich bedienen – aber auch selbst Ware bringen und die Bestände auffüllen. Auch was das Foodsharing-Team in den Betrieben abholt, wandert dann ohne Zwischenlagerung in den "Fair-Teiler". Der wird übrigens täglich daraufhin kontrolliert, dass alles sauber und nichts verdorben ist.

Die Einweihungsfeier am Freitag, 17. Januar, beginnt um 15 Uhr – mit Kochen. Die Einweihungszeremonie ist auf 17 Uhr angesetzt und soll maximal eine halbe Stunde dauern; danach stehen die Mitglieder der Foodsharing-Gruppe für Fragen und Informationen zur Verfügung. Und natürlich auch für Neuzugänge. Mitmachen darf jeder, der volljährig ist; die Gruppe trifft sich an jedem dritten Freitag im Monat zum Stammtisch im Kunst-Werk-Haus.

Weitere Informationen: Demian Eppler, Telefon 0157/57 42 60 71

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