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Albstadt Großpaket praktischer Hilfe

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Gemeinsam für pflegende Angehörige aktiv (von links): Kai Hemmes, Diakon Michael Weimer, Dorothee Hummel-Wagner und Horst Pfeiffer. Foto: Melle Foto: Schwarzwälder-Bote

Dass die Pflege kranker Angehöriger mittlerweile auch in Albstadt eine große Rolle spielt, davon ist Diakon Michael Weimer überzeugt. Mit seinen "Vinzentinischen Ersthelfern" hat er deshalb eine Kooperation ins Leben gerufen, die neue Angebote ermöglicht.

Albstadt. Starke Partner hat Diakon Michael Weimer für seine Kooperation zusammengebracht: die Pflegeschulen in den Zollernalb-Kliniken, die Acura-Klinik, die AOK Albstadt, den Pflegestützpunkt der Stadt Albstadt und die Sozialstationen von Diakonie und St. Vinzenz, gemeinsam mit der katholischen Kirche und den Vinzentinischen Ersthelfern. Gemeinsam wollen sie kostenfreie Pflegekurse anbieten, zu denen sich Jedermann ab sofort bis 10. September anmelden kann – die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Angesprochen sind pflegende Angehörige, Betreuungs- und Hauswirtschaftskräfte insbesondere ausländischer Herkunft, und sonstige Interessierte.

Wie wichtig die Pflege in den vergangenen Jahren geworden ist, das ist allen Beteiligten klar. Dass aber auch Fortbildungen angeboten werden sollten, um Unsicherheiten zu beseitigen und Sicherheit in der häuslichen Pflege zu geben, stellte der Leiter der Pflegeschule in Albstadt, Horst Pfeiffer fest. Dazu gehört natürlich auch die Thematik der Rückenbeschwerden und Gelenkschmerzen. Darum kümmert sich im umfangreichen Kursprogramm die Acura-Klinik.

Chefarzt Ulrich Bläsi wird dieses Thema in Theorie und Praxis ausführlich behandeln, während Dorothee Hummel-Wagner vom Pflegestützpunkt der Stadt zu theoretischen Themen in der Pflege berät. Die wichtigsten Punkte sind dabei das neue Pflegegesetz 2017 sowie die sich immer wieder verändernden Vorgaben zu Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten, also Rundum-Beratung für Pflegende. In diesem Themenblock ist auch die AOK vertreten. Die seelsorgerische Pflege ist wiederum das Vortragsthema von Dekan Anton Bock, während Ulrich Bläsi den Behandlungsmöglichkeiten bei Gelenks- und Rückenerkrankungen – konservativ und operativ – einen Vortrag widmet.

Pflegende haben auch eigene Bedürfnisse

Ein weiteres Ziel ist es, mit ausländischen Pflegekräften in Kontakt zu kommen, um Sprachbarrieren abzubauen und Hilfe in der Pflege anzubieten. Ein ganz wichtiger Punkt des "Vinz-Pflegekurses" ist aber auch die Sensibilisierung der Pflegenden für ihre eigenen Bedürfnisse.

Im Bewusstsein, dass diese auch selbst Auszeiten und Stärkung benötigen, wird es für die Teilnehmer der Kleinveranstaltungen ein gemeinsames Abendessen ebenso geben wie Gutscheine für eine Massage. Die Massagen und Anwendungen übernimmt für die Acura-Klinik der Leiter der dortigen physiotherapeutischen Therapie, Kai Hemmes. Die finanzielle Absicherung der kostenfreien Kurse wird durch die "Veronika-Stiftung" der Diözese Rottenburg-Stuttgart gefördert.

Alles in allem haben Diakon Michael Weimer und die Vinzentinischen Ersthelfer ein großes Paket von Groß- und Kleinveranstaltungen geschnürt, das keinerlei Wünsche offen lässt. Die Großveranstaltungen können ohne Anmeldung besucht werden, für die Kleinveranstaltungen, bei denen in der Pflegeschule die Themen sehr detailliert auch praktisch angegangen werden, ist eine Anmeldung bis 10. September notwendig.

Allen Referenten ist es wichtig, die häusliche Pflege zu unterstützen und den pflegenden Angehörigen jede Hilfe anbieten, die möglich ist – getreu dem Leitsatz des Heiligen Vinzenz von Paul: "Die Liebe lässt das Herz des einen in das Herz des anderen übergehen und mit ihm fühlen, was er fühlt".

"Vinz: Stärkung – Begleitung – Anleitung pflegender Angehörige" – unter diesem Motto stehen die zwölf Abende für pflegende Angehörige mit Anleitung für den Pflegealltag, die im September beginnen sollen.

Der erste Abend dient dem Kennenlernen und der Vorstellung des gesamten Ablaufs. Zum Einstieg wird außerdem der Film "Honig im Kopf" gezeigt. Der Abend ist offen für alle Betroffene und Interessierten. Der zweite Abend mit dem Pflegestützpunkt Albstadt und der Krankenkasse dient der Information und dem Austausch. Referentin ist Dorothee Hummel-Wagner. Am dritten Abend geht es um die Pflege zu Hause sowie das Pflegezimmer – Gestaltung, Stolperfallen, Pflegebett. Der vierte Abend ist der Ernährung im Alter gewidmet: Chefkoch Michael Hennig vom Haus Lukas ist der Referent. Am fünften Abend stehen Körpersignale im Mittelpunkt und am sechsten Abend geht es um das Heben, Tragen und Bewegen. Körperpflege ist das Thema am siebten Abend, während es am achten um die richtige Lagerung und den optimalen Bettbezug geht. Der neunte Abend beschäftigt sich mit dem Thema Inkontinenz, der zehnte mit den Behandlungsmöglichkeiten bei Gelenk- und Rückenerkrankungen – Referent ist Stefan Welte, Arzt in der Acura-Klinik. Auf die Möglichkeiten der seelsorgerliche Begleitung geht Dekan Anton Bock am elften Abend ein, und mit dem zwölften Abend endet die Reihe. Dann warten ein gemeinsames Abendessen und ein Gutschein der Accura Klinik für Massage auf die Teilnehmer.

 Anmeldungen sind erforderlich bis 10. September bei Diakon Michael Weimer, Telefon 07431/76 38 69, E-Mail: michaelweimer@stjohannes-albstadt.de

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