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Albstadt Goldene Oktobertage im Schloss

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Weihbischof Matthäus Karrer salbt Kranke, fleißige Helfer sorgen in der Küche für das leibliche Wohl der Teilnehmer von "Reisen ohne Koffer" und Diakon Michael Weimer (unten rechts) freut sich über die guten Begegnungen. Fotos: Melle Foto: Schwarzwälder Bote

"Reisen ohne Koffer" – so lautet der Titel eines Projekts, bei dem in Lautlingen Senioren unter der Leitung der Vinzentinischen Ersthelfer Albstadt drei Tage lang eine schöne Zeit hatten und dabei zu sich selbst und zueinander finden konnten.

Albstadt-Lautlingen. Drei wahrhaft zauberhafte Oktobertage verbrachten rund 80 Senioren unter Obhut der Vinzentinischen Ersthelfer. Diakon Michael Weimer und 30 Helfer gaben sich viel Mühe, die Senioren aus Albstädter Pflegeheimen, aber auch direkt aus den Gemeinden zu verwöhnen. Höhepunkt war eine Messe mit Weihbischof Matthäus Karrer aus Rottenburg.

Schon seit vier Jahren, immer im Mai und im Oktober, stellen die Vinzentinischen Ersthelfer die "Reisen ohne Koffer" auf die Beine und jedes mal treffen sich bekannte und neue Gesichter, um sich in der Schloss-Scheuer verwöhnen zu lassen. Das Einzugsgebiet umfasst die beiden katholischen Seelsorgeeinheiten Tailfingen mit Talgang und Ebingen mit Eyachtalgemeinden. Kooperationspartner sind fünf Pflegeheime und die Altenpflegeschule. Dazu kommen viele ehrenamtliche Helfer, ohne die eine Betreuung nicht möglich wäre.

Der Lautlinger Schlosspark mit Meditationsgarten und der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer waren bei herrlichem Sonnenschein ein wunderbarer Erholungshort. Die "Zeitreise des Lebens" begann am Dienstag mit Spielen und Rätseln unter Federführung der Schüler der Altenpflegeschule DAA, zu denen es auch Einzelangebote gab. Der Mittwoch wiederum begann mit Musik und Gesang unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Rudolf Hendel. Am Nachmittag folgte die feierliche Messe in der Pfarrkirche mit Weihbischof Matthäus Karrer, Dekan Anton Bock, Pater Rinson Paul und Diakon Michael Weimer.

Karrers Predigt stand, dem Tagesevangelium verpflichtet, unter dem Motto "Die Bedeutung des Gebets für den Menschen". Besonders das "Vater unser" und seine sieben Bitten hob Karrer hervor, im Bewusstsein, dass die Senioren dieses Gebet viele Male gebetet haben dürften.

Musikalisch gestalteten Kirchenmusikdirektor Hendel an der Orgel und Tenor Johannes Petz den Gottesdienst. Petz, der aus Lautlingen stammt, singt schon lange an der Stuttgarter Staatsoper. Sein Programm für "Reisen ohne Koffer" beinhaltete "So ihr mich von ganzem Herzen sucht" aus Mendelsohns Elias, "Panis Angelicus" von Cesar Franck und das "Ave Maria" von Pietro Mascangi.

Am Donnerstag brachte Susi Hofele mit gymnastischen Bewegung Schwung in die Veranstaltung und mittags blickten die Senioren nochmals auf die Geschichten ihres Lebens. Schließlich traten die "Balinger Goschenhobler" auf, ehe mit einem gemeinsamen Abendessen der Senioren und ihrer Angehörigen die Veranstaltung endete.

Hervorgegangen ist "Reisen ohne Koffer" aus einem Seniorenprojektchor, der zunächst von Pflegeheim zu Pflegeheim reiste. Zu den 15 Altenpflegeschülern kommen jeweils noch eine Betreuungskraft aus den einzelnen Pflegeheimen und zusätzlich 25 ehrenamtliche Helfer der Vinzentinischen Ersthelfer Albstadt.

Grundschüler und Kita-Kinder sind fest in das Programm eingebunden

Die Gesamtleitung obliegt Diakon Michael Weimer, der auch die Lautlinger Grundschule und die Kindertageseinrichtung immer wieder fest mit in das Programm einbindet. Zu jeder Veranstaltung werden die Grundschüler einmal zum Mittagessen eingeladen – dieses Mal brachten sie den Senioren sogar ein kleines Geschenk mit.

Weimer blickt zuversichtlich in die Zukunft seiner Projekte, wenngleich sein größtes, die Pflegewerkstatt Oase, derzeit noch in den Startlöchern verharrt. Die Idee, im ehemaligen Lautlinger Pfarrhaus eine Begegnungsstätte für haupt- und ehrenamtliche Pflegekräfte, Senioren und Interessierte aufzubauen, in der auch neue Pflegemethoden entwickelt werden, aber vornehmlich Ruhe und Entspannung das Ziel sind, ist nicht nur charmant, sondern richtungsweisend. Die Suche nach Sponsoren steht jetzt im Vordergrund, denn eine gute Finanzierung ist Voraussetzung.

"Reisen ohne Koffer" wird es wieder geben und weitere Vinz-Projekte hat Weimer bereits im Kopf.

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