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Albstadt "Gestalten – oder gestaltet werden?"

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Jens Meiser, Fabian Kehle und Thorsten Schwäger (von links) verstärkten das hervorragend besetzte Podium. Fotos: Eyrich Foto: Schwarzwälder Bote

Alle reden über Digitalisierung – auch die Teilnehmer der jüngsten "Albwerkstadt" im "Schiller" auf Einladung der CDU Albstadt. Sie hatte ein erstklassig besetztes Podium zu bieten – und inhaltlich richtig viel Qualität.

Albstadt-Ebingen. Die Namen sprachen für sich: Tommy Hoffmeister von der Fabrikado GmbH und den Startup Angels Alb-Bodensee, Fabian Kehle, der die Stadt Albstadt in Sachen Digitalisierung berät, Jens Meiser von der Carl Meiser GmbH, Thorsten Schwäger von der IHK, Innovationsmanager Daniel Spitzbarth und Jürgen Weber von Weber eBusiness Services hatten bei der "Albwerkstadt" keine einfache Aufgabe. Denn Digitalisierung – der Begriff sei nicht einfach zu greifen, sagte CDU-Chef Roland Tralmer, der moderierte. "Doch was bedeutet sie für unseren Raum?"

Hoffmeister warnte vor der Gefahr, sie im Tagesgeschäft der Wirtschaft zu vernachlässigen und lieber in eine weitere Maschine zu investieren als in Digitalisierung. Wettbewerbsnachteile seien dann garantiert, so Weber. "Wir dürfen uns nicht auf unserem jetzigen Boom ausruhen – wenn ich sehe, was etwa in China passiert, wird mir Angst und bange. Schwäger mahnte an, dass Deutschland und Europa sich unabhängig machen müssten von den USA und China, wo die Motoren der Digitalisierung säßen. Kehle jedoch goss Wein ins Wasser: "Unsere Chancen sind größer als je zuvor." Es sei nur wichtig, nicht den Amerikanern alles nachzumachen, sondern die schwäbischen Tugenden in die Entwicklung einfließen zu lassen: "Damit kommen wir ganz weit."

Ohne Digitalisierung, also ohne auf die Daten zugreifen zu können, hätte er nach dem Brand in seiner Firma schließen müssen, betonte Meiser, "obwohl wir unsere Maschinen noch hatten". Ihm liegt "stark daran, die Angst zu nehmen: Wir sind nicht schnell, mutig, progressiv genug – aber wir sind auf dem Weg", und der biete Chancen, "nicht nur Werker, sondern auch Denker wieder in unseren Raum zu ziehen". Zumal, wie Hoffmeister hervorhob, Digitalisierung auch enorme Chancen für die lebenslange Weiterbildung biete.

Der Breitbandausbau alleine reiche nicht, betonte Spitzbarth und berichtete von sich schnell verändernden Prozessen in der Technologiewerkstatt, die er leitet und die immer weiter in die Stadt hineinwachse, etwa mit allen Schulen kooperiere. Das Potenzial der Digitalisierung werde dennoch nicht voll ausgeschöpft. Und die sei von Natur weder gut noch schlecht, Angst daher unangebracht: "Es geht nicht um die Frage: Digitalisieren wir oder nicht?‹, sondern um die Frage: ›Gestalten wir – oder werden wir gestaltet?‹"

Risiken beherrschbar zu machen, daran gelte es zu arbeiten, so Schwäger. Dann verlören die Menschen auch die Angst vor den Veränderungen. Dass Albstadt bereits viel erreicht habe, bestätigten alle dem Oberbürgermeister Klaus Konzelmann, der auf jüngste Erfolge hinwies: "Das schnellste Glasfaserkabel, das es gibt, liegt in sämtlichen Stadtteilen." Gewerbegebiete würden zügig angebunden, und: "Wir wollen Digitalisierung so gestalten, dass es einen Mehrwert für die Bevölkerung gibt. Das kostet, aber wir sind am weitesten im Zollernalbkreis."

Konzelmann, Spitzbarth und Kehle wiesen auf die Umfrage zur Digitalisierung hin, die noch bis Monatsende für alle freigeschaltet ist, und warben dafür, dort mitzumachen, damit die Stadt die Wünsche ihrer Bürger erfahre.

"Das erste Opfer der Digitalisierung", den stationären Handel, sprach Jürgen Kurz in der munteren Plenumsdiskussion an, die sich anschloss. Stefan Buhmann konterte, für den Einzelhandel biete sie auch viele Chancen, wenn man – wie Johann Schwab betonte – die Scheuklappen ablege. "Neue Geschäftsmodelle schaffen Potenziale und es entstehen Jobs", betonte Meiser, während Weber darauf hinwies, dass der stationäre Einzelhandel sich auch bewegen müsse, wenn er überleben wolle.

Weitere Informationen: http://www.albstadtwillswissen.de/index.php/636292?lang=de-informal/

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