Beim Mountainbike-Weltcup im Cross Country treten die Profis an – aber auch Amateure kommen auf Albstädter Trails in allen Schwierigkeitsgraden auf ihre Kosten. Foto: Sigel

Bike-Sport: Vierter Mountainbike-Trail soll Mitte 2021 fertig sein / Großes Angebot

Noch liegt Schnee in Albstadt, doch der Frühling nähert sich mit großen Schritten. Für Mountainbiker naht jetzt die Saison – und Albstadt ist gut darauf vorbereitet.

Albstadt. Es müssen nicht immer die Alpen sein: In der "Bikezone Albstadt" finden Mountainbiker aller Könnensstufen das passende Terrain – dank abwechslungsreichem Streckennetz mit hohem Singletrail-Anteil.

2021 kommen die Mountainbike-Profis erneut aus aller Welt nach Albstadt – nicht zum ersten Mal. Seit 2013 wird jährlich der internationale UCI-Mountainbike-Weltcup im Cross Country ausgetragen. Im Sommer 2020 hätte die Stadt zum Austragungsort der ersten Mountainbike-WM auf deutschem Boden werden können, doch die Coronavirus-Pandemie hatte diese Pläne durchkreuzt.

Für die Weiterentwicklung der "Bikezone Albstadt" mit ihrem abwechslungsreichen Streckennetz bringen solche Wettkampf-Ereignisse Aufwind – egal ob für Fahrer mit oder solche ohne Elektromotor. Das findet auch die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg, die der Bikezone Albstadt Anfang 2019 den "Outdoor-Award" für das umfangreiche Angebot für Mountainbiker verliehen hatte.

Besonderheit in Albstadt: Auf dem offiziellen Wegenetz greift die Zwei-Meter-Regel nicht

Das Besondere in Albstadt: Trotz der geltenden Zwei-Meter-Regel in Baden-Württemberg ist das Befahren schmaler Singletrails auf dem offiziellen Mountainbike-Wegenetz offiziell erlaubt. Die "Apollo Sportrunde" etwa eignet sich für all jene, die in den Mountainbike-Sport hineinschnuppern wollen. Auf rund 21 Kilometern führt diese leichte Runde mit rund 400 Höhenmetern Steigung durch sanfte Wiesen und schattige Wälder. Einsteiger können sich dabei an ihren ersten Anstiegen, aber auch an einfachen Trails versuchen.

"Wer mehr sportliche Herausforderung auf knackigen Singletrails sucht, sollte sich am ›Alb-Gold Wadenbeißer‹ versuchen", rät das Amt für Kultur, Tourismus und bürgerschaftliches Engagement. "Die 520 Höhenmeter auf rund 18 Kilometern fordern technisch versierte Mountainbiker mit einem Singletrailanteil von 30 Prozent und Schwierigkeitsgraden bis zu S2 auf der Singletrailskala heraus – das ist in diesem Umfang einzigartig auf der Schwäbischen Alb."

Wer für einen Marathon trainiert oder einfach seine Kondition verbessern möchte, findet mit dem "Gonso Trail" eine passende Rundstrecke. Er führt auf rund 47 Kilometern mit insgesamt 970 Höhenmetern durch Täler und über die Wacholderheiden der Albhochflächen. Knackige Anstiege wechseln sich dabei mit erholsamen Überlandpassagen ab.

Für alle, die eher abfahrtsorientiert sind und sich beim Aufstieg lieber von einem Lift unterstützen lassen, ist der Bikepark Albstadt da. Seit 2009 zieht dieser mit vier ausgewiesenen Downhillstrecken, die über einen Schlepplift einfach zu erreichen sind, all jene an, die auf der Suche nach dem Abfahrts-Kick sind. Die Trails punkten mit gebauten Elementen wie North-Shore-Anlagen, Rockgardens oder Wallrides.

Einsteiger können sich mit einem Beginner Paket an erste Trails herantasten. Wer kein eigenes Downhill-Bike hat, kann es sich samt Ausrüstung vor Ort ausleihen.

Auf dem kostenlos nutzbaren Pumptrack Onstmettingen können Mountainbiker an ihrer Fahrtechnik feilen und sich noch einmal so richtig auspowern.

Im Süden entsteht derzeit eine Strecke mit hohem Anspruch an die Fahrer

Noch nicht fertig, aber auf gutem Weg, ist die Mountainbike-Strecke im südlichen Teil Albstadts. "Sie befindet sich aktuell im Genehmigungsverfahren und sollte Mitte 2021 fertig angelegt sein", lässt die Stadtverwaltung wissen. Was erwartet die Fahrer dort? "Eine technisch anspruchsvolle Strecke, mit einigen Trails gespickt." Den Nutzern werde also sowohl Technik als auch Kraft und Ausdauer abverlangt.