Moderatorin Annette Krause (Mitte) befragt Franz Prassl... Foto: Schwarzwälder Bote

Fernsehen: "Expedition in die Heimat" führte die SWR-Leute nach Albstadt und Bitz

Unbeeindruckt von Corona unternimmt das SWR weiterhin seine "Expeditionen in die Heimat". Die jüngste führte nach Albstadt, nach Bitz, ins Killer- und ins Fehlatal. Sie wird am 29. Mai um 20.15 Uhr unter dem Titel "Vom Killertal auf den Raichberg" ausgestrahlt.

 

Albstadt-Onstmettingen (mak). Wobei der Titel ein wenig irreführend ist – dem Onstmettinger Raichberg hatten Moderatorin Annette Krause, Produktionsleiter Jochen Schmid und ihr Team gleich zu Beginn der Dreharbeiten, an einem Montagnachmittag, einen Besuch abgestattet und waren direkt am Traufgang unterhalb des Nägelehauses Zeugen geworden, wie Franz Prassl zusammen mit einigen Mitstreitern einen Kohlenmeiler aufschichtete. Der wurde dann entzündet und durfte fünf Tage vor sich hinkokeln.

Am Samstag waren die Fernsehleute dann wieder da und filmten Prassl und seine Mannen dabei, wie sie den Meiler abdeckten und die Holzkohle "ernteten". Sie waren beeindruckt – aber nicht nur vom Köhlerhandwerk und Prassls Know-how, sondern auch vom Betrieb, der rings um den Drehort herrschte. Hätte der SWR, wie er es üblicherweise tut, im Vorfeld der Dreharbeiten öffentlich gemacht, dass er im Land ist, hätte er nicht mehr Publikum haben können.

Also vom Raichberg zum Raichberg – und was passierte dazwischen? Das Drehteam machte die Bekanntschaft der Bitzer Dragracer von "Hillbilly Hellfire Racing", lernte den unmotorisierten "Albbiker" Philipp Wichmann kennen und sah sich in Gesellschaft des Landschaftsfotografen Dominic Lars Breitbarth die Burg Hohenzollern erst von oben – dem Zeller Horn – und dann von drinnen an. In Burladingen besuchten die SWR-Leute Trigema-Chef Wolfgang Grupp und seine Familie, im Tailfinger "Musicland" erlebten sie die Schwermetaller von "Kissin’ Dynamite" in Aktion – und ja, sie waren auch im Killertal, besichtigten in Killer das Deutsche Peitschenmuseum und statteten in Jungingen der "Schwarzen Madonna" einen Besuch ab.

All das wohlgemerkt mit Corona im Genick: Zu Hannes Braun und seinen Rockern hielten die Fernsehleute im "Musicland" respektvollen Sicherheitsabstand, und auch die Musiker gingen auf Distanz zueinander. Die Zollerburg war beim Besuch des SWR gähnend leer – geschlossen wegen Corona. Nur die Natur ist, siehe oben, derzeit belebt – die wahren Frequenzbringer sind in Zeiten von Corona nicht die Einkaufstempel, sondern die Premiumwanderwege der Alb.