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Albstadt Frontfrau Nadine sorgt für Furore

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Von Karina Eyrich

u  Was haben deutsche Soldaten in Afghanistan und Studenten der Hochschule Albstadt-Sigmaringen gemeinsam? Beide sind in den Genuss eines Konzert von "The Bite" bekommen – und waren außer Rand und Band.

Wenn die schon auf kleiner Bühne im studentischen Kulturzentrum "Plan B" so gut sind, wie gut waren sie wohl erst in Afghanistan vor Hunderten deutscher Soldaten? Dabei braucht "The Bite", die Rock-Pop-Space-Band vom Bodensee mit der in Albstadt aufgewachsenen Sängerin Nadine Maikler, wenig, um gut zu sein. Vor allem die Frontfrau sorgte beim Clubkonzert am Freitagabend für Furore: ganz in Schwarz, auf High Heels, mit glänzendem Haar und vor allem mit einer Stimme, die es in sich hat. Das Publikum – und ihre drei Jungs – lagen Nadine zu Füßen.

"Dass so gut wie alle Songs heute Abend von uns geschrieben sind", muss Gitarrist und Mastermind Chris Rieck nicht eigens betonen. Die Bandbreite vom abgefahrenen Space-Sound über herzhaften Rock bis zu Balladen verrät das große musikalische Spektrum der Band und gibt Chris, Drummer Gabriel Morin und Bassist Oliver Stehle Gelegenheit, ihr Können am Instrument voll auszuspielen.

Die Songs? Gute Laune pur, meistens jedenfalls. Unverschnörkelt, ehrlich, höchst originell. Sie gehen ins Ohr und einfach nicht mehr raus. Sie zielen auf den Verstand, treffen aber immer auch das Herz. Einige sind düster: "I Feel Save With You" singt Nadine mit filigraner Schmetterlingsmaske; die Musiker: weißes Gesicht zum schwarzen Anzug. "Hey, Mr. Taliban, Show Me The Way To Paradise" präsentieren die Vier im Tschador und mit Palästinenser-Tüchern. Und versichern: In Afghanistan wäre das nicht möglich gewesen.

Stramm stehen haben sie am Hindukusch gelernt, wie sie mit "Can’t Get Enough" beweisen: Nadine trägt Militärmütze, die Saitenartisten ihr Instrument im Arm, wie ein Gewehr bei der Parade. "Ich weiß nicht, ob das die Soldaten beeindruckt hat – da unten können sie das sicher besser", scherzt Chris, der ansonsten den smarten Sunnyboy gibt. Oliver hat die Rolle von "Cool Hand Luke" übernommen. Nur Gabriel hält sich nicht mit Performance auf. Er hat auf seinem Schemel einfach zu viel zu tun und trommelt sich tropfnass.

"Schon geil!" möchte man kommentieren. Und welch ein Zufall: So heißt das Lieblingslied der Band und das ihrer neuen Fans. In Afghanistan haben "The Bite" übrigens auch ein paar Coversongs eingebaut, ebenso wie im "Plan B" – damit die Zuhörer mitsingen können. Die Studis – längst gut durchblutet vom ausgelassenen Tanz – lassen sich das nicht zwei Mal sagen: "You Got To Fight For Your Right To Party" fungiert als perfektes "Tira mi su" und zieht sie nach einer harten Woche im Dienst von Bildung und Wissenschaft hoch. Nur einmal ertönen Buhrufe: als Nadine das letzte Lied ankündigt. "Cloud", das ist die Wolke, auf der die Vier nach ihrem erfolgreichen Wüstentrip sitzen, über den am 4. Januar ab 15 Uhr im Deutschlandradio berichtet wird.

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