Die Bachforelle fühlt sich in der Schmiecha eigentlich wohl, es sei denn Brot übersäuert das Gewässer. Foto: Puchner

Fischerei- und Naturschutzverein appelliert an Anwohner, Tiere nicht mit Brot zu füttern.

Albstadt - Tote Bachforellen und Bachmühlkoppen in der Schmiecha – verantwortlich dafür sind eigentlich hilfsbereite Anwohner. Sie wissen nicht, dass sie mir ihren gut gemeinten Taten das Gegenteil dessen bewirken, was sie wollen.

Wenig Regen, warme Temperaturen: Die Schmiecha hat derzeit wenig Wasser. Deshalb ziehen sich die Fische – Bachforellen und Bachmühlkoppen – in sogenannte Gumpen zurück. Das sind tiefere Wasserstellen. Die gibt es beispielsweise in Tailfingen nahe der Brücke bei "Elektra", beim Thalia-Theater sowie in Truchtelfingen bei der Brücke in der Nähe der Firma Pneuhage.

Appell des Vereins: "Bitte nicht füttern"

Gerade dort füttern oftmals Passanten die Tiere mit Brot oder Nudeln. "Die Leute wollen den Fischen etwas Gutes zu tun", sagt Heiko Müller, Lehrgangswart und Ausbilder beim Fischerei- und Naturschutzverein Forelle Albstadt. Aber sie bewirkten, dass das Wasser übersäuere und die Fische in den Gumpen verendeten – bisher waren es etwa 100. "Bei so hohen Temperaturen fressen die Forellen eh fast nichts", sagt Müller – und appelliert an die Albstädter: "Bitte nicht füttern".

Davon, der Schmiecha Wasser zuzuführen, hält er auch nichts: Dies wirble nur Schmutz auf, der in die Kiemen der Fische gelangen könne. Bevor die Tiere aufgrund des niedrigen Pegels sterben, siedelt sie der Verein in den Bereich nach der Ebinger Kläranlage um – 300 bis 400 waren es bis jetzt. "Das werden wir aber bestimmt noch mal machen."

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