Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Albstadt "Film ist eine Herzenssache"

Von
Mit Herzblut ans Werk gegangen sind (hinten, von links) Bernadette Wohlfahrt, Steffen Bendrin, Thomas Staiger, Klaus Premer, Dominik Reger, Thomas Klein und (vorne von links) Mike Fritz, Mario Ardigo, Nicole Pfau und Peyman Taravati.Foto: Eyrich Foto: Schwarzwälder Bote

Die Coronavirus-Pandemie hat bei vielen das Bewusstsein für den Wert der Wirtschaft vor Ort geweckt. Ein regionaler Filmclip wirbt nun dafür, vor Ort einzukaufen und damit Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region zu unterstützen.

Albstadt. Was tut Steffen Bendrin, wenn er bei Nacht und Nebel am Computer sitzt? Ganz sicher kauft er nicht in Online-Shops ein. Für einen Filmclip tut es der Pfeffinger – Stadtrat und Stimmenkönig der Gemeinderatsfraktion "Wir sind Albstadt" – aber doch. Nur zum Schein.

"Ich habe extra eine alte Brille aufgesetzt, damit mich niemand erkennt", berichtet er lachend bei der Uraufführung im Brauhaus Zollernalb. Wohl wissend, dass er mit seinem wilden rotblonden Bart bekannt ist wie der sprichwörtliche bunte Hund. "Die Brille hat freilich nur 0,5 Dioptrien, und ich habe gar nicht gesehen, was ich da tue."

Was tut er? Laufschuhe bestellt Bendrin sich – zum Schein – im Internet. Die Szene mutet an wie aus einem Krimi und ist der Einstieg in einen Clip, in dem lokale Händler zu Wort kommen und in breitem Älbler-Schwäbisch – mit hochdeutschen Untertiteln – die Betrachter dazu auffordern, doch lieber ins Geschäft nebenan zu gehen, weil sie dort zum Laufschuh und allen anderen Waren auch hervorragende Beratung bekommen und damit Arbeitsplätze, Wertschöpfung und letztlich Lebensqualität in der Region unterstützen.

Bewusst sprechen Klaus Premer, Inhaber von Sport Premer in Margrethausen, Thomas Klein von Spielwaren Klein in Tailfingen, Nicole Pfau von Augenblick Optiker in Ebingen, Felix Osbelt von der gleichnamigen Schreinerei in Tailfingen, Daniel Riekert von der Langenwand-Apotheke in Tailfingen, Mike Fritz von fritzdruckt.digital in Onstmettingen, Kalle Bögle von der Gammertinger Metzgerei Bögle, Dominik Reger vom Brauhaus Zollernalb in Ebingen und die Pfeffinger Schäferin Bernadette Wohlfahrt für alle Einzelhändler und Gastronomen, weshalb im Film nur die Namen und Branchen zu sehen sind – ihre Firmen erst im Abspann.

Als Drehbuchautor und Regisseur fungiert Peyman Taravati, Inhaber der Tübinger Werbeagentur Dipool Design, dessen Kollege Thomas Staiger die Kamera geführt hat – für Licht und Ton zeichnet Mario Ardigo verantwortlich. Taravati und Mike Fritz – beide sind gut befreundet – hatten beim Feierabendbier die Idee geboren, in Zeiten der Corona-Krise etwas zu tun, um der regionalen Wirtschaft zu helfen und das Bewusstsein für deren Wert zu schärfen.

Steffen Bendrin, der bei Mike Fritz als Medienfachwirt arbeitet, kam als Motor und Location-Scout – er hat passende Drehorte gesucht – hinzu. "Ohne Steffen wären wir heute nicht hier", sagt Peyman Taravati anerkennend über den umtriebigen Pfeffinger, der sich auch im Verein "Wir sind Albstadt" für seine Heimatstadt und -region engagiert. "Alle haben toll mitgemacht, und Steffen hat sie gepusht."

Das Besondere: Alle – auch die Werbeagentur – haben unentgeltlich gearbeitet, und Taravati betont: "Dieser Film ist eine Herzenssache!" Nun hoffen alle Beteiligten, dass ihre Botschaft ankommt und vielleicht auch andere ähnliche Initiativen ergreifen. Sporthändler Klaus Premer hofft außerdem, dass er nicht öfter vor die Kamera muss: "Es war die Hölle", berichtet er augenzwinkernd. "Peyman hat zu mir gesagt: ›Du warst super! Du bist ein geborener Schauspieler!‹ Und dann: ›Wir machen’s nochmal!‹"

Weitere Informationen: https://youtu.be/C7mthLLgqt8

Fotostrecke
Artikel bewerten
3
loading
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.