Hochschule: Ausbildung für "Cybercops"

Albstadt/Sigmaringen. Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen vertritt im Rahmen eines europäischen Projekts zur Bekämpfung der Computerkriminalität das deutsche Kompetenzzentrum für Cybersicherheit. Zu den Aufgaben der Hochschule zählen die Etablierung eines europäischen Rahmenwerks zur Aus- und Fortbildung von Cybercops, Richtern und Staatsanwälten, die Entwicklung entsprechender Fortbildungsmodule und die Einrichtung eines paneuropäischen Netzwerks zur polizeilichen Sicherheitsforschung.

Seit 2008 ist die Hochschule ständiger Vertreter in der European Cybercrime Training and Education Group und dort mit internationalen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung vernetzt. Aus diesem Netzwerk heraus entstand die Idee einer gemeinsamen Antragstellung. In den nächsten zwei Jahren wird die Hochschule im Rahmen des Projekts eine Kompetenzmatrix entwickeln, in der die jeweils notwendigen Kompetenzen aller im Bereich Cybercrime aktiven Berufe in den Strafverfolgungsbehörden erfasst werden. Diesen Idealanforderungen werden die in der europäischen Polizei verfügbaren Trainingsprogramme gegenübergestellt; es wird untersucht, welche Kompetenzen diese Programme im Detail vermitteln, und danach werden noch fehlende Angebote identifiziert. Für sie soll die Hochschule ein geeignetes Trainingsmodul auf E-Learning-Basis entwickeln; dieses absolvieren danach 120 Polizisten aus allen Mitgliedsstaaten über einen Zeitraum von jeweils zwei Monaten.

Der Hochschule stehen für die ses Projekt rund 350 000 Euro zur Verfügung. "Wir sind sehr glücklich, dass wir es bekommen haben", erklärte Dekan der Fakultät Informatik, Holger Morgenstern.