So soll die Ebinger Eisarena im Dezember aussehen. Links sieht man die Tribüne an der Westseite des Bürgerturmplatzes, rechts den Turm und am unteren Rand der Eisfläche Kasse, Umkleide und Schlittschuhverleih der Arena. Foto: Skyder

Programmangebot vom Schlittschuhkurs bis zum "Polarsoccer". 400 qm große Eisfläche.

Albstadt-Ebingen - Das Projekt einer Eisarena im Herzen Ebingens nimmt Gestalt an. Eine knapp 400 Quadratmeter große Eisfläche wird im Dezember und Januar sechs Wochen lang den Bürgerturmplatz bedecken – und, wie die Veranstalter hoffen, Tausende von Eisläufern anlocken.

Unter dem Motto "Trauf aufs Eis" betreibt die Firma Skyder Sportpromotion vom 1. Dezember bis 13. Januar eine Outdoor-Eisbahn nach Sigmaringer Vorbild auf dem Bürgerturmplatz. Der Standort ist laut Organisationschef Markus Ringle prädestiniert für diesen Zweck – zentral gelegen und dank Müller mittlerweile durchaus belebt, aber so gelegen, dass die Eisbahn den Einzelhändlern nicht während des Weihnachtsgeschäfts in die Quere kommt. Ringle und Skyder-Chef Stephan Salscheider rechnen mit durchschnittlich 300 zahlenden Besuchern pro Tag; in 44 Tagen wären das über 14 000.

22,5 Meter lange und 17,5 Meter breite Eisfläche

Die Eisbahn wird Skyder von der Firma Eis- und Solartechnik in Reutte in Tirol mieten; aufgebaut wird sie zwischen dem 21. und dem 28. November. Zuerst muss eine Art Podest errichtet werden, das das Gefälle des Platzes ausgleicht: 26 Meter wird es lang sein und auf der dem Bürgerturm zugewandten Ostseite etwa einen Meter hoch. Die Anlage bedarf also nicht nur einer Balustrade rings um die 22,5 Meter lange und 17,5 Meter breite Eisfläche, sondern noch einer zweiten, äußeren, die verhindert, dass Zuschauer rücklings vom Podest fallen. Rings um diese bleibt, wie Ringle versichert, soviel Platz, dass die Verkehrsströme – die der Fußgänger zu den Geschäften und der Autos in die Tiefgarage – nicht behindert werden.

Die Kühlung arbeitet nach dem Prinzip einer Fußbodenheizung, aber eben nicht mit Wärme, sondern mit Kälte. Das Kühlmittel wird durch zahlreiche Rohre oder Schläuche mit etwa einem Zentimeter Durchmesser geschickt, für deren Verlegung zwei Tage veranschlagt werden. Danach wird – wieder drei Tage lang – Eis gemacht, bis eine Dicke von etwa sechs Zentimeter erreicht ist. Mehr ist nicht nötig und wäre – wegen des Energieaufwands – auch nicht sinnvoll. Je kälter es ist, desto unaufwendiger fällt naturgemäß die Eisproduktion aus, aber sie funktioniert auch noch bei 15 Grad Außentemperatur, mit denen freilich niemand ernsthaft rechnet. Eher schon mit Regen: Sollte es im Dezember aus Kannen gießen, müsste ein Zeltdach über der Eisbahn aufgespannt werden. Technisch geht das.

Eröffnet wird die Eisarena am 1. Dezember und ist danach 44 Tage lang von 11 bis 21 Uhr geöffnet – nur am 24., 25. und 31. Dezember sowie am 1. Januar wird aus nachvollziehbaren Gründen etwas früher Schluss gemacht. Ein Programm gibt es auch: Werktags von 10 bis 12 Uhr dürfen die Schulen aufs Eis – ob vergünstigt oder kostenlos, steht noch nicht fest – , montags von 17 bis 19 Uhr trägt die Ü60 Stadtmeisterschaften im Eisstockschießen aus, dienstags werden Eislaufkurse angeboten, mittwochs dürfen die Studenten "Studies on Ice" betreiben, und freitags ist erst Kinder- und dann Erwach­senendisco. Am Sonntag schließlich dominiert der Walzertakt – das Motto lautet "Classic on Ice".

Hinzu kommen die Sonderveranstaltungen: die Eröffnungsshow mit Modenschau, Eisrevue und einer "Aktion Shopping", das Adventslaufen mit Spielen für die ganze Familie am 2. Dezember, "Nikolaus on Ice" am 6. Dezember, eine Show zum Weihnachtsmarkt mit Eisskulpturen und -bar am 7. Dezember, eine Weihnachtsgala mit "Charitylauf" am 15. Dezember und ein Funsporttag mit Fun-Eishockey und "Polarsoccer" am 5. Januar. Schluss soll am 13. sein – es sei denn, das Publikumsinteresse wäre ganz besonders groß. Für diesen Fall schließt Stephan Salscheider eine kleine Zugabe nicht aus.

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