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Albstadt "Ein Tick von mir: Die Alb in toto"

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Endlich ausruhen: Thomas Faltin macht es sich nach 365 Kilometern Wanderweg in zwei Wochen am Wasser gemütlich. Foto: Faltin Foto: Schwarzwälder Bote

Er kennt die Schwäbische Alb wie vermutlich ganz wenige andere: Thomas Faltin, gebürtiger Haigerlocher, ist der Albschreiber für die Albstädter Literaturtage unter dem Motto "WortWelten" vom 8. bis 24. November.

Albstadt. Nur der Traufgang Wacholderhöhe hat ihm noch gefehlt, als Thomas Faltin zu seinem ersten Besprechungsmarathon nach Albstadt kam, um mit Kulturamtsleiter Martin Roscher und den Gastgebern seine eigenen Veranstaltungen für die Zeit vom 8. bis 24. November zu planen. Dann finden die Albstädter Literaturtage, diesmal unter dem Motto "WortWelten" statt, bei denen der Stuttgarter als Albschreiber fungiert.

Ganz bewusst habe sich der Arbeitskreis für einen Journalisten entschieden, betont Roscher, und ebenso bewusst für Thomas Faltin: "Weil er ein sehr versierter Alb-Kenner ist. Er ist eine Traumbesetzung für uns!" Kein Wunder. Nutzt Faltin doch jede freie Minute, um in Wanderschuhen die Region um seine Geburtsstadt Haigerloch zu erkunden und sie zu fotografieren. "Ich bin ein begeisterter Wanderer, und die Alb ist mein bevorzugtes Wandergebiet", berichtet der Redakteur, der meist mit der Kamera unterwegs ist und zu den Literaturtagen einen Abend rund um sein Buch "Verborgene Schönheit" plant. Auch in der Stadtbücherei werden seine einzigartigen Fotos zu sehen sein, auf denen er weniger die bekannten Sehenswürdigkeiten festhält, sondern die Kuriositäten jener Landschaften, bei deren Anblick man rufen möchte: "Gott ist ein großartiger Maler."

"Die Schwäbische Alb zum Träumen und Schwelgen" hat Faltin porträtiert – es ist eine Liebeserklärung in Bildern. "Fast schon ein Tick von mir" sei das, die Alb "in toto" zu erkunden, berichtet der Wahl-Stuttgarter lachend und gerät dann richtig ins Schwärmen: "Die Alb erschöpft sich gar nicht und überrascht mich immer wieder, weil sie zu jeder Jahres- und Wetterzeit anders aussieht." Oft geht er deshalb schon zu nächtlicher Zeit raus und wartet an Aussichtspunkten, bis die Sonne aufgeht.

Erst 2018 hat Faltin den Hauptwanderweg 1, der "seit 100 Jahren unverändert ist", unter die Sohlen genommen und festgestellt, dass "die damals schon die ideale Route gefunden hatten".

Mit der Alb verbinden ihn nach wie vor auch verwandtschaftliche Bande: Faltins Bruder lebt in Balingen, seine Schwester in Dürrwangen. Oft trifft er sich mit alten Klassenkameraden zum Wandern. Und nicht zuletzt liest Faltin gerne Bücher über die Schwäbische Alb und sammelt sie. Nicht irgendwelche, sondern Reiseliteratur aus dem 19. Jahrhundert, die ersten Bücher des Schwäbischen Albvereins, Gustav Schwabs ersten Reiseführer über die Alb von 1823 "Die Neckarseite der Schwäbischen Alb" und Eduard Mörikes Reiseberichte aus der Zeit um 1820.

Dass die Alb "dem Schwarzwald weit voraus" sei und "ihre Schönheit weit unterschätzt" werde, werden in Albstadt viele gerne hören. Weil sie aber auch früh besiedelt war, beschreibt der promovierte Historiker nicht nur ihre Schönheit, sondern Geschichte(n), wie sie sich hätte abspielen können: "Die Nacht von Samhain – Der Kampf um den heiligen Bund der Kelten" will Faltin an den Literaturtagen ebenfalls vorstellen und in Schulen davon erzählen, wie das Buch entstanden ist.

In seinem neuen Buch geht es übrigens um die 100 schönsten Orte auf der Alb, darunter auch die zehn schönsten Lokale. Welche seine Lieblingsplätze in der Natur sind – der Wenzelstein beim Lochen, wo früher eine Burg stand, steht auf Platz eins – wird Faltin darin bestimmt auch verraten. Und bis dahin vielleicht in und um Albstadt weitere entdecken als Albschreiber. Wer so lange nicht warten will, findet seine Texte und Fotos auf Facebook, Instagram und www.albstadt-tourismus.de.

Ihre Redaktion vor Ort Albstadt

Karina Eyrich

Fax: 07431 9364-51

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