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Albstadt Ein Leben im Dienst des Unternehmens

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Karl Eugen Maier ist gestorben. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Albstadt-Ebingen. Im Alter von 82 Jahren ist Karl-Eugen Maier, Seniorchef des gleichnamigen Ebinger Herrenbekleidungsgeschäfts, gestorben. Maier stammte aus Ebingen, wo er zur Schule ging und anschließend eine Textilkaufmannslehre absolvierte. Danach besuchte er die Textilfachschule in Nagold und trat nach erfolgreicher Abschlussprüfung in die väterliche Firma ein, die Fritz Maier 1948 in Ebingen begründet hatte.

1979 starb Fritz Maier; sein Sohn übernahm das Unternehmen und die Verantwortung. Er baute das Geschäft stetig aus, gründete weitere Filialen – unter anderem in Sigmaringen und Balingen – und nutzte dabei die Gelegenheit, einer weiteren großen Leidenschaft neben der Mode, nämlich der Gestaltung von Verkaufsflächen unter den aktuellsten verkaufspsychologischen Gesichtspunkten, zu frönen – kein noch so kleines Detail blieb dabei unberücksichtigt. Die Sechs- oder gar Sieben-Tage-Woche war dabei der Normalzustand und ausgiebige Familienurlaube die große Ausnahme von der Regel – das Geschäft war schließlich 52 Wochen im Jahr geöffnet.

1966 hatte Karl-Eugen Maier Isolde Haasis geheiratet; die beiden wohnten seither in Pfeffingen. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, Dirk und Martina, die beide in den Fußstapfen des Vaters wandelten und heute ebenfalls im Textileinzelhandel tätig sind – als Karl Eugen Maier 2003 offiziell in den Ruhestand ging, übernahm sein Sohn den Betrieb.

Das Wenige, was die Unternehmensführung Karl Eugen Maier an Freizeit ließ, investierte er in das Hobby Reitsport – über lange Jahre gehörte er dem Vorstand des Reitvereins Ebingen-Tailfigen an; der schnelle Niedergang des Vereins hat ihn seinerzeit auch persönlich sehr belastet.

Der schlimmste Schicksalsschlag seines Lebens war jedoch die schwere Krankheit seiner Frau, die er in ihren letzten Lebensjahren rund um die Uhr pflegte und betreute. Es war nicht zuletzt dieser familiären Verpflichtung geschuldet, dass er mehr und mehr Verantwortung in der Firma abgab – und mit altersweiser Souveränität konstatierte, dass die Welt sich auch ohne ihn weiter drehte. Gleichwohl ließ er es sich nach dem Tod seiner Frau nicht nehmen, täglich in der Firma vorbeizuschauen und mit dem einen oder anderen Kunden ein nettes Gespräch zu führen. Karl Eugen Maier ist, der augenblicklichen Corona-Krisensituation geschuldet, am Donnerstag in aller Stille beigesetzt worden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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