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Albstadt "Ein langer Weg liegt vor uns"

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Beim Reformationsjubiläum vereint (vorne von links): Pfarrer Walter Schwaiger und die Pfarrerinnen Nicole Gneiting, Gisela Pullwitt – sie beträfe eine mögliche Gemeindefusion nicht –, Marlies Haist und Ilze Druvina. Archiv-Foto: Eyrich Foto: Schwarzwälder Bote

Auf eine mögliche Gemeindefusion bereiten sich die evangelischen Kirchengemeinden in Ebingen vor. Pfarrer Walter Schwaiger, der geschäftsführende Pfarrer, erklärt die Hintergründe.

Albstadt-Ebingen. Wer den jüngsten Gemeindebrief der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Ebingen liest, erfährt dort, dass eine Fusion der Ebinger Gemeinden Martinskirche, Thomaskirche und Friedens-/Emmauskirche angedacht ist. Das bestätigt Walter Schwaiger, der geschäftsführende Pfarrer, im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten, betont aber auch, dass diese alles andere als unmittelbar bevorstehe. "Wir überlegen, die drei Kirchengemeinden zu einer zusammenzulegen, und sind in ersten Gesprächen, doch Beschlüsse wurden noch keine gefasst."

In allen drei Kirchengemeinderäten – Martins-, Thomas- und Friedenskirche – hatte Schwaiger bisher einen Entwurf einer neuen Ortssatzung und einer neuen Geschäftsordnung erläutert, die Arbeitsgruppe des "Engeren Rates" habe die Entwürfe erarbeitet und mit dem Oberkirchenrat abgestimmt, heißt es im Bericht des Kirchengemeinderatsvorsitzenden der Martinskirche, Klaus Backhaus: "Bis zum endgültigen Beschluss der Gemeindefusion liegt noch ein langer Weg vor uns."

Mehrere Gründe lägen der Überlegung zur Fusion zugrunde, so Schwaiger: Aufgrund des demografischen Wandels – "wir haben einfach mehr Beerdigungen als Taufen" – sinke die Zahl der Gemeindeglieder, nicht nur in Ebingen. "Derzeit zählen wir rund 6200", doch schon in wenigen Jahren könnten es nurmehr runde 6000 sein. Hinzu kämen Kirchenaustritte, wenn auch nicht in dem Maß wie in Großstädten, und der fehlende Nachwuchs an Pfarrern.

Die evangelische Landeskirche reduziere deshalb die Pfarrstellen insgesamt, um weiterhin auch Pfarrer für den ländlichen Raum zu gewinnen. Gäbe es gleichbleibend viele Stellen in Regionen wie Stuttgart oder Tübingen, auf die sich die immer weniger werdenden Pfarrer bewerben könnten, blieben für kleinere Städte und Dörfer nicht mehr genug Seelsorger übrig, erklärt Schwaiger. Gleichzeitig müsse dann freilich auch in ländlicheren Regionen darüber nachgedacht werden, mit der sinkenden Zahl der Gemeindeglieder und einer Reduzierung der genutzten Kirchengebäude auch den Aufwand anzupassen.

Inhaltlich ändert sich nichts – auch keine Orte

Inhaltlich werde sich für die Gemeindeglieder freilich nichts ändern, sollte es zur Fusion kommen: Die Gebäude Martinskirche, Thomaskirche und Emmauskirche würden weiterhin genutzt. Dass die Friedens- und eventuell auch die Kapellkirche über kurz oder lang nicht mehr als Gotteshaus genutzt werden sollen, sei schon 2012 beschlossen worden.

Während die Krankenhauspfarrei mit Pfarrerin Gisela Pullwitt ausgenommen ist, sei damit zu rechnen, so Schwaiger, dass in den kommenden Jahren in Ebingen eine Pfarrstelle gekürzt wird. "Die Fusion zu einer Kirchengemeinde würde es leichter machen, mit dann nur noch drei Gemeindepfarrerinnen und -pfarrern zurechtzukommen."

"Sollten wir diesen Weg gehen" – Schwaiger betont den Konjunktiv – "wäre das Ziel, Ende 2019 zur nächsten Kirchengemeinderatswahl die Fusion zu vollziehen." Dass es dann nur noch einen Kirchengemeinderat gäbe, wäre die wohl einschneidenste Folge.

Doch Schwaiger sieht auch Vorteile: "Mit einer Fusion rücken die Gemeinden auch näher zusammen." Und jetzt – in Ruhe und mit ausreichend Zeit – sorgfältig darüber nachzudenken, sei allemal besser, als irgendwann unter Zeitdruck handeln zu müssen.

 
 

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Karina Eyrich

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