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Albstadt Die Jungfrau singt das Lob des Herrn

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Der Kammerchor Ebingen verkündete lobte den Herrn mit der Vertonung des "Magnificat". Foto: Bender Foto: Schwarzwälder Bote

Ein Konzert der besonderen Art hat der Kammerchor Ebingen am Samstagabend gegeben: Auf dem Programm stand das Gotteslob der Jungfrau Maria nach der Verkündigung – und zwar in mehreren Varianten aus verschiedenen Musikepochen.

Albstadt-Ebingen (vb). "Meine Seele erhebt den Herren" – mit diesem Satz beginnt das "Magnificat", das fraglos zu den wichtigsten liturgischen Texten des Christentums gehört. Sogar Martin Luther bestand trotz aller Reserve gegenüber übertriebener Marienverehrung darauf, dass der Lobgesang Mariens auch im evangelischen Gottesdienst und der protestantischen Kirchenmusik seinen festen Platz haben müsse.

Den Anfang machte "Übers Gebirg Maria geht" von Johann Eccard, einem protestantischen Komponisten, der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wirkte und vor allem durch seine Choralmotetten Bedeutung erlangte. Sein fünfstimmiger Chorsatz schildert, wie Maria ihre Base Elisabeth besucht und den allzeit barmherzigen Herrn preist.

Es folgte, rezitiert von Sibylle Biermann-Rau, der früheren Pfarrerin der Emmauskirche, ein Werk des 20. Jahrhunderts, das Kirchenlied "Komm in unsere stolze Welt" von Hans Graf von Lehndorff. "Komm in unsre laute Stadt / Herr, mit deines Schweigens Mitte / Dass, wer keinen Mut mehr hat / Sich von dir die Kraft erbitte / Für den Weg durch Lärm und Streit / Hin zu deiner Ewigkeit" diese Strophe war ganz besonders geeignet, die Zuhörer an diesem Abend, an dem es draußen recht geschäftig zuging, anzusprechen.

Mitte und erster Höhepunkt des Konzertes war das "Deutsche Magnificat" aus den "Zwölf geistlichen Gesängen" von Heinrich Schütz – Kirchenmusikdirektorin Brigitte Wendeberg, frühere Martinskantorin und nach wie vor Leiterin des Kammerchors Ebingen, verstand es, hier das ganze beträchtliche Potenzial ihres 30-köpfigen Ensembles zu aktivieren. Buchstäblich in den höchsten Tönen erschallte anschließend Mariens Lobgesang in der Vertonung durch den Belgier Vic Nees, einen weiteren Komponisten des 20. Jahrhunderts. Sein Werk enthielt, als erstes an diesem Abend, eine Solopartie, eben die der Maria – gesungen wurde sie von der Sopranistin Anja Stäbler. Gemeinsam und im Wechsel priesen sie und der Chor den Herrn; zum Schluss hin ging die vokale Musik mehr und mehr in einen Sprechgesang über, der in einem Flüstern über einem gesungenen Grundton verebbte.

Das musikalische "Schlusswort" des Abends waren Felix Mendelssohn-Bartholdys drei Motetten über das "Magnificat" – auch hier bot der Chor eine Spitzenleistung. Für die sich das Publikum mit tosendem Applaus bedankte, nachdem der letzte Ton verklungen war.

Ihre Redaktion vor Ort Albstadt

Karina Eyrich

Fax: 07431 9364-51

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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