Vielversprechend: So sollen die Graffiti aussehen. Foto: Schwarzwälder-Bote

Nach zehn Jahren werden die verblichenen Graffiti am Ebinger Busbahnhof ersetzt

Albstadt-Ebingen. Zehn Jahre ist es her, dass eine Gruppe von Graffiti-Sprayern unter Federführung des Pfeffinger Künstlers Wolfgang Wiebe die 143 Meter lange und drei Meter hohe Betonwand am Ebinger Busbahnhof mit Bildern besprühte. Dabei wusch eine Hand die andere – die jungen Leute, denen ihre Passion teilweise bereits vom Gericht verhängte Arbeitsstunden eingetragen hatte, konnten sich legal mit der Spraydose austoben, und die Stadt, die den Auftrag vergeben hatte, bekam anstelle eines hässlichen Wandstreifens einen "Hingucker" am Verkehrsknoten.

 

Lange her: Die Graffitis sind verblichen, deshalb werden sie von ein Dutzend Graffitikünstlern – unter ihnen auch einige Veteranen von einst – durch neue ersetzt. Die Gruppe besteht aus sechs Albstädter Ex- Kunstschülern, drei Balinger Graffiti-Begeisterten, einer Fachhochschülerin sowie Wolfgang Wiebe selbst und seiner Tochter. Letztere ist studierte Grafik-Designerin; außerdem macht ein Mediendesigner mit, der es von Albstädter Kunstschulanfängen zum Job in einer Münchner Design-Firma gebracht hat.

Ein Konzept gibt es auch schon – die Stadt durfte unter diversen Entwürfen eine Auswahl treffen. und entschied sich für eine buchstäblich bunte Mischung aus typischer Graffiti-"Kalligraphie" im "Old Style" und Bildern: Ein Medusenhaupt mit kleinen Monstern im Schopf wird zu sehen sein, außerdem ein Tiger vor der Kulisse des sibirischen Altai und als Gegenstück ein Tagpfauenauge vor dem etwas sanfteren Horizont der Alb und eine afrikanische Schönheit. Ganz links soll bis Ende Oktober eine Komposition von textilen Motiven entstehen – hier ist die Fachhochschülerin am Werk – und ganz rechts wird das Logo des Albstadtbusses an die Wand gesprüht.