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Albstadt Der Wettergott will nicht mitspielen

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Der Chor Effata präsentierte sich beim Konzert in Margrethausen von seiner besten Seite. Fotos: Raab Foto: Schwarzwälder Bote

Es hätte ein großes Konzert des Chors Effata im Klosterhof in Margrethausen werden sollen, anschließend sollte Lea Scherl mit Martin Wäschle und Eric Faude auftreten, doch der Wettergott spielte nicht mit, Regen prasselte auf den leeren Hof.

Albstadt-Margrethausen. Sorgenfalten zeichneten sich auf der Stirn von Frank Löffler ab, er wollte mit seinem Team der "Runkelriabaweible" für das leibliche Wohl sorgen, auch Ortsvorsteher Thomas Bolkart und Vertreter der Kirchengemeinde blickten skeptisch zum Himmel. Wie sich herausstellen sollte, waren alle Befürchtungen grundlos, denn aus dem geplanten großen Konzert wurde eine großartige Veranstaltung.

So hatten die Verantwortlichen einen Plan B, dass "Effata" in der nahen Margrethausener Kirche auftrat. Und die Leute strömten in Scharen in das Gotteshaus, um Liedgut vom Feinsten zu genießen.

Angeleitet von Martin Wäschle präsentierte sich der Chor auf höchstem Niveau, er bereitete Genuss, bestach durch die Musikauswahl und die Gestaltung und ließ bei den Sängerinnen und Sänger pure Freude am Singen erkennen. Diese Beurteilung kam von keinem Geringeren als von dem unter den Zuhörern weilenden Gunnar Schierreich, weit über den Zollernalbkreis hinaus bekannter Tenor. Mit seiner positiven Kritik schloss er die kleine Band mit Martin Wäschle am Piano, Gitarrist Arne Türk und Schlagzeuger Thomas Thiel mit ein.

Das Repertoire des Chors reichte von geistlichen, aber bei weitem nicht vergeistigten Liedern über weltliche Songs bis hin zu afrikanischen Rhythmen, welche die Zuhörer zum Mitklatschen animierten, vor allem bei "Siyahamba" gab es kein Halten, Pater Kaycee Mc Donald Nwandu strahlte dabei über das ganze Gesicht.

Auch Stücke wie "Oh come let us sing", "Freiheit der Kinder Gottes", „Only you" und "Ich kann nicht schweigen" begeisterten. Einmalig auch die unterschiedlichen Soloauftritte von Nicolas von der Trenk, Nicolina Timpf und Andreas Baumann, jeweils von der Gesangsgruppe untermalt. Lea Scherl war mit zwei Soli am Konzert beteiligt, für ihren eigenen Auftritt mit der Band zog sie allerdings in den Klostersaal, wo nicht alle Besucher Platz fanden.

Mit Balladen, Liedern aus den Charts und Popsongs unterstrich die Sängerin ihre Extraklasse und fand mit der Band, die zuweilen der zehnjährige Anton Faude unterstützte, großen Anklang an einem Ort, der nicht ideal für einen Auftritt dieser Art sei, wie Martin Wäschle entschuldigend meinte. Gleichzeitig versprach er: "Wir kommen wieder, dann bei hoffentlich gutem Wetter", und meinte damit sowohl den Chor Effata als auch die Gruppe um Lea Scherl.

Nach diesem Abend dürfte den Protagonisten ein volles Haus oder besser ein voller Klosterhof gewiss sein.

Mehr als positiv zu vermerken ist die Tatsache, dass auch viele Menschen, die der Musik im Saal aus Platzgründen nicht lauschen konnten, dageblieben waren, sei es im Foyer des Klosters oder im Freien, miteinander ins Gespräch kamen und sich an Speis und Trank labten. Die Chormitglieder hatten sich unter das Publikum gemischt, überall waren lobende Worte zu hören.

Wichtigste Erkenntnis des Abends dürfte gewesen sein, dass sich die Vertreter der politischen und der kirchlichen Gemeinde als Initiatoren bestätigt fühlten, dass bei einer entsprechenden Qualität des Angebots der Klosterhof und die Klosteranlage ein idealer Ort für Veranstaltungen ist, und dass auch Vereine dabei mitziehen, wurde mit den "Runkelriabaweible" eindrucksvoll untermauert.

Thomas Bolkart ist auf dem richtigen Weg, wenn er fordert: "Da ist es so schön, da muss man viel mehr daraus machen." Etwas ist er dem Ziel nähergekommen, zumal er bei seinen Ortschaftsräten und den Kirchengemeinderäten auf offene Ohren stößt.

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