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Albstadt Der Wechsel ist eng getaktet

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77 Stunden lang arbeiten die Fachleute pausenlos daran, dass die Brücke mittels Verschubbahnen in ihre Endposition gebracht wird. Fotos: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Während der Schienenverkehr zwischen Sigmaringen und Tübingen ruht, haben die Fachmänner der Firma Brodbeck aus Metzingen und Schotter Teufel aus Straßberg auf Hochtouren gearbeitet. Am Mittwoch ist die neue Eisenbahnbrücke an ihren Platz gerückt worden.

Albstadt-Lautlingen. Genau 77 Stunden hat das Bauteam Zeit, die alte, marode Eisenbahnbrücke im Gewerbegebiet Eschach gegen ein neues Bauwerk auszutauschen – und in dieser Zeit wird keine Pause gemacht. In Schichtarbeit arbeiten die Fachkräfte rund um die Uhr daran, dass sie ihren Zeitplan einhalten können, erklärt Projektleiter Lars Titze von der Deutschen Bahn. Denn am Freitag, 14. Juni, soll um fünf Uhr in der Frühe der erste Zug über die neue Eisenbahnbrücke südlich der Bundesstraße 463 fahren. Seit der Nacht zum Dienstag ruht der Bahnverkehr zwischen Tübingen und Sigmaringen; Fahrgäste müssen auf den Schienenersatzverkehr ausweichen und in Busse steigen.

Die Arbeiten sind minutiös getaktet: Nachdem am Dienstag die Gleise abgebaut und die alte Brücke abgebrochen worden war, befördern die Bauarbeiter der Metzinger Firma Brodbeck am Mittwoch das 6,5 Meter breite und 6,5 Meter lange Bauwerk in seine Endlage. Seit Januar war die Brücke in unmittelbarer Nähe ihres Bestimmungsorts Stein für Stein gebaut worden; jetzt gilt es, das sechs Meter hohe Bauwerk mittels moderner Verschubtechnik um 90 Grad zu drehen und dann über eine Distanz von 28 Metern in seine Endposition zu rücken. Eine Hydraulikpresse hebt die sogenannte Durchlasskonstruktion an und setzt sie dann auf einem Verschubträger ab, der mit einer Gleitschicht überzogen ist. Mit Verschubbahnen wird laut Titze erst seit wenigen Jahren gearbeitet. "Es ist das einfachste System – hätten wir es nicht, müsste die Bahnstrecke länger gesperrt werden."

Über eine Zugzeile legt die Brücke schließlich Meter für Meter zurück. In der Endlage wird sie nochmals angehoben, damit der Rahmenbau mit Beton ausgegossen werden kann. Am Mittwochabend sitzt das 800 Tonnen schwere Bauwerk schließlich passgenau auf seinem Platz zwischen den Gleisen. Nun wird Erdreich im Bahndamm aufgefüllt und die Gleise montiert. Am Freitagmorgen kann der Zug kommen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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