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Albstadt Knackpunkt Zeitfaktor

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BI drückt aufs Tempo

Albstadt-Lautlingen - Für die BI ist es ein "Totschlagargument": Würde ihre Variante anstatt der bisherigen realisiert, ginge das gesamte Planungs- und Genehmigungsprozedere wieder von vorne los und die Lautlinger müssten mindestens weitere 20 Jahre auf die Ortsumfahrung warten. So heißt es aus dem RP und dem Bundesverkehrsministerium.

Laut Günther Kirschbaum ließe sich die BI-Trasse im selben Zeitraum verwirklichen, wenn folgende Faktoren berücksichtigt werden: Die Aktualisierung der Pläne für die "Amtstrasse" und der Stellungsnahmen der Träger öffentlicher Belange fresse ebenso Zeit wie Erörterungen, Einwendungen und Klagen. Somit sei vor 2024 nicht mit Planfestellung zu rechnen, mit den Ausführungsplänen erst 2026 bis 2028.

Für ihre Variante setzt die BI auf Einigkeit aller Beteiligten, die ein schnelleres Vorgehen ermögliche, wenn alle Behörden dem Projekt Priorität einräumten. Auch gegen die BI-Trasse seien Klagen zu erwarten, räumte Kirschbaum ein. Dennoch halte die BI eine Planfeststellung 2024 und Ausführungspläne 2026 bis 2028 für möglich, was Straßenplaner Alfred Müller, Mitglied der BI, unterstrich.

Baubürgermeister Udo Hollauer bezweifelte diese Kalkulation: Nur in einem Fall, an der A 81 bei Sindelfingen, sei 2005 das Planfeststellungsverfahren abgebrochen und 2016 wieder eingestiegen worden: "Aber das war eine Autobahn mit viel höherer Priorität." Dass die oft jahrzehntelangen Prozesse verbesserungswürdig seien, sagt auch Hollauer, bezweifelte aber, dass es ausgerechnet im Fall Lautlingen gelinge, und wies darauf hin, dass die BI durch den Verzicht auf Klagen das Verfahren zum Bau der "Amtstrasse" beschleunigen könne. Laut Straßenbaukonferenz im März 2017 – Inhalte seien auf der Internetseite des Bundesverkehrsministeriums zu finden – könne man die Fortschritte der Planung mit einer anderen Trasse nicht einholen. Darauf Kirschbaum: "In der Sache ist das sicher richtig. Wir sagen aber: Warum kam man das, wenn man will, mit den Daten von Fachleuten" – gemeint war Alfred Müller – "nicht früher machen?"

Müller erwartet von Hollauer, Druck zu machen – was dieser nach eigener Aussage seit Jahren tut. "Wir sind ständig drangeblieben."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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