Vier Jahre und vier Monate sollte es nach dem Antrittsbesuch von Klaus Tappeser (rechts) in Lautlingen – das Bild zeigt ihn mit Landrat Pauli und OB Konzelmann – noch dauern bis zum Beginn des Planfeststellungsverfahrens. Archiv-Foto: Eyrich Foto: Schwarzwälder Bote

Ortsumgehung: Planfeststellung beginnt

Albstadt-Lautlingen. Die Abteilung 4 des Regierungspräsidiums Tübingen (RP) – sie heißt "Mobilität, Verkehr, Straßen" – hat am Montag bei der zuständigen Planfeststellungsbehörde im selben RP den Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den Bau der Ortsumfahrung Lautlingen gestellt.

Die Planunterlagen werden nun von der Planfeststellungsbehörde auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft; spätestens im Sommer sollen sie öffentlich ausgelegt werden, damit die Öffentlichkeit sie einsehen und Stellung zur Planung beziehen kann.

Ein Planfeststellungsverfahren für ein Projekt dieser Größenordnung zieht sich erfahrungsgemäß über zwei Jahre hin, wenn nichts dazwischen kommt; es ist für den Neu- und Ausbau von Bundesstraßen zwingend vorgeschrieben. Im Verfahren findet eine umfassende Abwägung aller Belange statt; ein wichtiges Merkmal des Verfahrens ist die sogenannte Konzentrationswirkung. Das bedeutet, dass der Planfeststellungsbeschluss eventuell notwendige Einzelgenehmigungen ersetzt. Der Planfeststellungsbeschluss hat den Charakter einer Baugenehmigung.

Die sogenannte Amtstrasse der Lautlinger Ortsumgehung, also der Planungsentwurf, den die Abteilung 4 nun bei der Abteilung 2 eingereicht hat, ist rund 4,4 Kilometer lang, führt in einem langen Bogen südlich an Lautlingen vorbei und soll über drei Anschlüsse mit dem nachgeordneten Straßennetz verknüpft werden.

Sie beginnt westlich von Lautlingen auf Höhe des Lauterbachs, schwenkt von dort nach Süden ab, unterquert die Eisenbahnlinie Balingen-Sigmaringen südwestlich des Gewerbegebietes Eschach und verläuft dann weiter in östlicher Richtung. Zwischen dem Höhenrücken Bühl und dem Meßstetter Tal wird die Kreisstraße 7151 über eine Verbindungsrampe angeschlossen und das Meßstetter Tal anschließend von einem 330 Meter langen Viadukt gequert. Die Trasse passiert das projektierte Gewerbegebiet Hirnau und erreicht auf Höhe der Wasserscheide wieder die bestehende Bundesstraße 463. Im Bereich der Steigungen sind zwei dreistreifige Abschnitte vorgesehen.

Klaus Tappeser hat Wort gehalten

Regierungspräsident Klaus Tappeser hatte den in Albstadt lange erwarteten Antrag kürzlich im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten "noch für Februar – definitiv" angekündigt und somit nun Wort gehalten.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: