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Albstadt Der Glaube trug ihn durch schwere Zeiten

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Johannes Alber feiert am Sonntag seinen 95. Geburtstag. Foto: Schwarzwälder Bote

Albstadt-Tailfingen. Johannes Alber feiert am morgigen Sonntag seinen 95. Geburtstag. Er ist nach einem arbeitsreichen Leben für jeden Tag dankbar, den er "aus Gottes Hand annehmen" darf, wie er sagt.

Das Gedächtnis von Johannes Alber ist erstaunlich. Er kann sich an viele Dinge aus seinem langen Leben erinnern, obwohl dieses nicht immer einfach war und das weniger Positive bekanntlich nicht so gut in Erinnerung bleibt. Johannes Alber wuchs mit einem Bruder und seiner Schwester Anna Maria – die unlängst ihren 90. Geburtstag feierte – im Elternhaus in der Wasenstraße auf. Nach der Schulzeit absolvierte er eine Mechanikerlehre bei Conzella, musste mit 18 Jahren als Soldat nach Frankreich – und erfuhr dort per Post von seiner Mutter, dass er die Gesellenprüfung bestanden habe.

Beruflich einsteigen konnte er freilich erst wieder, als er aus dem Krieg und der sowjetischen Gefangenschaft zurück war: Im August 1946 kam er, schwer krank, in ein Lazarett in Tübingen; es dauerte einige Zeit, bis er seine Arbeit bei Conzella wieder aufnehmen konnte. 1953 legte er die Meisterprüfung im Mechaniker-Handwerk ab. 1960 machte er sich im Elternhaus selbstständig und baute schließlich in der Johannes-Conzelmann-Straße neu – er beschäftigte dort später bis zu zehn Mitarbeiter.

1955 heiratete Johannes Alber Elfriede Maute aus Tailfingen; die beiden bekamen vier Söhne, von denen zwei allerdings nicht mehr leben. Sein Sohn Paul-Gerhard übernahm 1998 den elterlichen Betrieb; der andere, Christoph, ist als Diakon in Göppingen tätig.

Auch für Johannes Alber selbst ist der Glaube sehr wichtig: 30 Jahre lang gehörte der Jubilar dem evangelischen Kirchengemeinderat Tailfingen an; seit seiner Jugendzeit ist er Mitglied im dortigen CVJM, einem der aktivsten Ortsvereine der Region. Zusammen mit seiner Frau Elfriede hat er einige größere Reisen unternommen, unter anderem nach Israel, in die Türkei und mit Pfarrer Nikolaus Tsalos nach Griechenland. Unvergesslich bleibt ihm die Gedächtnisreise, die ihn anlässlich seines 70. Geburtstags nach Leningrad und Narva führte – er zeigte dort seinen Familienangehörige den Platz, an dem er als Kriegsgefangener auf dem Fluss Narva Holz transportieren musste.

Seine Frau, die maßgeblich am Aufbau seiner Firma beteiligt war, ist vor zwei Jahren gestorben; seither lebt Johannes Alber zusammen mit seiner Schwester Anna Maria unter einem Dach – mit Gottes Segen, wie er betont: "Ich bin dankbar für jeden Tag meines langen Lebens." Wenn zum 95. Geburtstag die ganze Familie – zu der inzwischen zehn Enkel gehören – und viele Freunde kommen, wird es richtig viel zu feiern geben.

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