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Albstadt ...dann schließt sie Dich in die Arme

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Von Andreas Nickl, der hier scheinbar ein Nickerchen macht, und Heike Feist gibt’s am Samstag noch mehr zu sehen: "Schöner Scheitern mit Ringelnatz" ab 19 Uhr in der Mensa des Gymnasiums Ebingen. Foto: Schwarzwälder Bote

Die 16-tägige Reise in die "Wort-Welten" der Literaturtage Albstadt 2019 hat begonnen. Bei der kurzweiligen Eröffnungsgala am Freitagabend ist nur ein Beitrag gescheitert – und das war durchaus so gewollt.

Albstadt. Moderator Markus Brock hat schnell noch die Winterreifen draufstecken lassen, um pünktlich da zu sein zur Eröffnungsgala der Literaturtage Albstadt in der Festhalle. Gut so, denn seine Moderation war ebenso leichtfüßig und erstklassig wie der Jazz, mit dem das "Stefanie Platsch Quartett" immer wieder Glanzpunkte zwischen den Talkrunden setzte. In denen präsentierten sich Oberbürgermeister Klaus Konzelmann und Osiander-Chef Heinrich Riethmüller als talentierte Rezitatoren: Konzelmann mit dem Gedicht vom Weggentaler Krippele, ohne das kein Weihnachtsessen im Gasthaus zur Schwane vorübergehen durfte, und Riethmüller, bis Juni Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Tübinger, natürlich mit Hölderlin.

Robert Kling, Vorstandschef der Volksbank Albstadt, vertrat die Sponsoren, und zwar kompetent mit einem Vorgeschmack auf seinen Auftritt auf dem Büchersofa am 19. November. Warum man sich keinesfalls ausreden lassen dürfe, die Uckermark kennenzulernen, werden die Gäste von Ursula Baumgärtner und ihrer Runde ab 19.30 Uhr in der Festhalle erfahren.

Auch sie war am Freitag schon mal da, berichtete vom Stolz ihrer Schützlinge, die sie als Lesepatin vorangebracht hat, und erfuhr prompt Bestätigung von Tanja Wachter, die als neue Leiterin der Stadtbücherei ihre Premiere auf der Bühne glänzend meisterte. Sie verriet unter anderem, wie ihr Team es schafft, Kinder zum Lesen zu animieren. Auch Kulturamtsleiter Martin Roscher schwärmte von seiner Mannschaft: von den Organisatoren in seinem Amt im Rathaus ebenso wie vom Arbeitskreis, der das Motto "Wort-Welten" – schön dargestellt durch ein Heine-Zitat im überdimensionalen Buch, das als Kulisse diente – ausgetüftelt hat.

Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Thomas Faltin, der sich schon jetzt als würdiger Albschreiber erwiesen hat: Der promovierte Historiker und Stuttgarter Redakteur, der in Nürtingen lebt, beschrieb die Schwäbische Alb als "schöne Frau, die man eine Weile umgarnt, bis sie einen in die Arme schließt". Bei ihm hat sie das geschafft – selbst an Tagen wie diesen: "Ich bin heute Morgen nach Burgfelden hoch gefahren, weil ich dieses fantastische Wetter noch genießen wollte!" Die Lacher in der Halle, auf die es dicke Flocken schneite, kamen langsam, aber gewaltig.

Faltin schwärmte von der "atemberaubenden historischen Dimension" der Alb, den geheimnisvollen Welten in ihrem Untergrund, den schönsten Quelltöpfen und den ältesten Kunstwerken der Menschheit, die hier zu finden seien. Was ihm bis zum 24. November zu all dem und den Literaturtage-Veranstaltungen aus der Feder fließt, finden seine Fans und solche, die es noch werden werden, in seinem Blog auf den Internet-, Facebook- und Instagram-Auftritten der Stadt Albstadt.

Für Heike Feist und Andreas Nickl, die mit einer sprachlich, darstellerisch und gesanglich brillanten Kostprobe "schöner Scheitern mit Ringelnatz" demonstrierten, legte Markus Brock noch eine Bananenschale aus, ehe er die Bühne frei machte für den Kabarettisten Klaus Birk, Mäulesmühle-Autor von Beginn an, frustrierter VfB-Stuttgart-Fan und als Kolumnist – jeden Samstag im Schwarzwälder Boten – kluger und gewitzter Beobachter seiner Landsleute, der Schwaben: "Wir können alles – außer was dafür" heißt sein "Best of" aus 20 Kabarett-Programmen, mit dem er im Publikum heftige Lachsalven provozierte.

Was das Beste an den Literaturtagen sein wird? Das dürfen die Albstädter und ihre Gäste bis 24. November selbst herausfinden. Alle Veranstaltungen unter www.albstadt-tourismus.de/Veranstaltungen/Literaturtage-2019 – und im Schwarzwälder Boten.

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