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Albstadt Damit der Horizontklarerkennbar wird

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Foto: Döbereiner Foto: Schwarzwälder-Bote

Für viele Einzelbereiche hat Albstadt ein Konzept: Schulentwicklung, Wohnbauflächen, Tourismus – die Liste ließe sich fortsetzen. Nun soll all das in eine große Form gegossen werden. Es war höchste Zeit für ein Stadtentwicklungskonzept.

Albstadt. Das erste und bislang letzte gesamtstädtische Konzept für Albstadt wird im nächsten Jahr 40 Jahre alt – höchste Zeit, mal wieder darüber nachzudenken: Wo will die Stadt als Ganzes hin? In welche Richtung soll sie sich entwickeln? Baubürgermeister Udo Hollauer, Gerhard Penck als Leiter des Stadtplanungsamtes und Markus Koch von der Stabsstelle Sanierung haben sich Gedanken darüber gemacht und dem Gemeinderat gestern den Antrag auf ein Stadtentwicklungskonzept vorgelegt, den das Gremium einstimmig erteilt hat. Soll es doch die vielen Konzepte für einzelne Bereiche zusammenbringen, was – wie Penck betont – den einen oder anderen Feinschliff an denselben notwendig machen wird. Schließlich sei die Stadt "mehr als die Summe ihrer Teile" und Teilkonzepte wiesen unvermeidlich Widersprüche auf.

Anders als das Stadtmarketingkonzept, das Albstadts Stärken ins Rampenlicht rücken solle, müsse sich das Stadtentwicklungskonzept mit den Schwächen beschäftigen – um sie "zukunftsorientiert zu beheben".

Das Werk, das Ende 2017 vorliegen soll, sei wichtig, damit der Gemeinderat die Prioritäten richtig setzen könne, so Penck. Wie es aussehen wird – das dürfen die Bürger mitbestimmen: Auf Mittwoch, 23. November, ab 19 Uhr sind sie zu einer Diskussionsveranstaltung in das Foyer der Zollernalbhalle eingeladen, die in Tischkreisen münden soll. Daraus sollen fünf Bürgerwerkstätten entstehen, die sich mit spezifischen Themen beschäftigen: der demografischen Entwicklung, dem wirtschaftlichen Strukturwandel, den ökologischen Herausforderungen, der Stadtentwicklung und dem Thema Sanierung – Überthemen, die sich konkreter definieren lassen: Wie wollen die Albstädter wohnen und arbeiten? Welches Gewerbe, welche soziale Infrastruktur, welche Bildungs- und Kultureinrichtungen brauchen sie? Was verstehen sie unter Stadtraumqualität? Was wünschen sie sich in den Bereichen Einzelhandel, Sport, Gesundheit, Erholung, Tourismus und Natur? Und nicht zuletzt stellt sich auch die Mobilitätsfrage. In jedem Fall sollen die Auswirkungen in der Gegenwart, aber vor allem in der Zukunft unter die Lupe genommen werden.

Ganz wichtig ist allen Beteiligten, dass alle Stadtteile eingebunden sein sollen und Vertreter der Stadtteile in den Bürgerwirkstätten mitarbeiten, ebenso wie weitere Zielgruppen, welche die Stadt gezielt ansprechen will: Schüler, Vereine, Vertreter lokaler Institutionen. Ein Ausschuss soll die Entwicklung begleiten und den Gemeinderat regelmäßig informieren. Ihm werden je ein Vertreter der Fraktionen und ein Sprecher der Ortsvorsteher angehören. Die Stadtverwaltung bildet darüber hinaus ein Steuerungsgremium, das aktiv an allen Schritten teilnimmt, die Bürgerwerkstätten vor- und nachbereitet und an einer Gemeinderatsklausur zum Thema teilnimmt.

Alle sollen Ideen einbringen – via Internet und in Workshops

Weil es Hollauer und seinen Kollegen wichtig war, ein Online-Portal zu bekommen, über das die Bürger fortlaufend informiert werden und ihre Ideen einbringen können, hatten die Stadträte gestern keine vier Angebote zur Auswahl, wenngleich vier Büros angeschrieben worden waren. Den Zuschlag erteilten die Räte dem Institut für Stadt- und Regionalentwicklung an der Hochschule Nürtingen in Geislingen (IfSR), das mit 125 000 Euro der günstigste Anbieter war und alle gewünschten Leistungen erbringen kann: eine Bürgerbefragung, die Organisation einer Beteiligungs- und Informationsveranstaltung, das Online-Portal für die Öffentlichkeit und die Organisation der Werkstätten für spezifische Zielgruppen.

Roland Tralmer (CDU), der gestern im Gemeinderat wie alle Fraktionschefs die Pläne begrüßte, sieht in dem nun anstehenden Prozess eine besondere Chance: "die Bevölkerung wieder für Politik zu interessieren". Angesichts niedriger Wahlbeteiligungen sei das dringend notwendig.

 
 

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