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Albstadt Coronavirus: Seniorenheim Haus Raichberg testet auf Antikörper

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Alle Mitarbeiter und Bewohner des Hauses Raichberg sind auf das Coronavirus getestet worden. Foto: Haug

Albstadt-Onstmettingen - Die Mitarbeiter im Haus Raichberg in Onstmettingen sind auf Antikörper getestet. Nachdem Ende März alle Bewohner und Beschäftigten der Einrichtung auf das Corona-Virus getestet worden waren, geht "BeneVit" in puncto Sicherheit nun noch einen Schritt weiter, wie es in einer Pressemitteilung heißt: Alle 85 Mitarbeiter wurden nun auch auf Antikörper getestet. Die Tests erfolgten in drei Gruppen.

Das Haus Raichberg ist das fünfte Haus der Unternehmensgruppe, dessen Mitarbeiter getestet wurden. Wer Corona-positiv war und wieder gesund wird, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Antikörper entwickelt, die gegen das Virus immun machen. Bisher war es nicht möglich, verlässlich zu ermitteln, wer gegen das Virus Sars-CoV-2 Antikörper entwickelt hat. In Zusammenarbeit mit Arbeitsmedizinern wurde nun entschieden, einen jetzt möglichen und zertifizierten Antikörpertest für alle Mitarbeiter vorzunehmen. Diese Maßnahme kostet rund 100 Euro pro Mitarbeiter und wird zumindest derzeit weder von der Krankenkasse noch von anderen Stellen übernommen.

Epidemieplan angepasst

"BeneVit" prüft, inwieweit ein Antikörpertest auch für Bewohner möglich ist. Der Epidemieplan wird auf die aktuelle Situation angepasst. Die Unternehmensgruppe stimmt sich mit den Gesundheitsämtern ab. Die Mitarbeiter wurden im Vorfeld geschult und haben den Ernstfall geprobt. Seit mehreren Wochen wertet ein Krisenstab täglich die aktuelle Situation vor Ort, die Meldungen der Behörden und Verbände aus, berät die Leitungen über erforderliche Maßnahmen, hält Behördenkontakt und beantwortet Angehörigenfragen. Jeden Tag erhält jede Einrichtung einen aktuellen Lagebericht. Bei allen Bewohnern und Mitarbeitern wird täglich ein Screening gemacht. Dabei wird unter anderem die Temperatur gemessen, um frühzeitig Verdachtsmomente zu erkennen.

Die Einrichtungen wurden wesentlich früher geschlossen, als behördlich verfügt. Dabei gibt es strenge Ausnahmeregelungen in schwierigen Situationen wie Sterbephasen oder bei starker psychischer Belastung. Angehörige dürfen dann mit Schutzkleidung ins Haus.

Eigene Schutzmasken entwickelt

"BeneVit" hat nach eigener Aussage frühzeitig für ausreichend Schutzmittel gesorgt. Mit der Firma Trigema wurde eine eigene Mund-Schutz-Maske entwickelt, die desinfizierend gewaschen werden kann. Mitarbeiter tragen bei Verdachtsfällen und Infektionen eine komplette Schutzausrüstung bestehend aus FFP2-Masken, Schutzkittel, Handschuhen sowie Brille und bei allen anderen Tätigkeiten MNS- oder OP-Masken. Zudem sind den Ärzten für den Hausbesuch die erforderlichen Schutzmittel zur Verfügung gestellt. Zusätzlich tragen alle Bewohner präventiv eine textile Schutzmaske.

Die Mitarbeiter haben auch für den Privatgebrauch Masken und Desinfektionsmittel erhalten, um sich besser zu schützen.

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