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Albstadt Bildung hat die oberste Priorität

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Hatte ein Pflästerle am Kopf, nahm aber kein Blatt vor den Mund: Oberbürgermeister Klaus Konzelmann Fotos: Eyrich Foto: Schwarzwälder Bote

Die Stadt Albstadt hat am Donnerstag den Haushalt 2019 im Gemeinderat eingebracht – den finanzstärksten ihrer Geschichte, wenn alles so kommt wie erwartet. Sie wird mehr einnehmen als je zuvor – und sie wird das Geld brauchen: vor allem für Bildungsinvestitionen.

Albstadt. Auch unter der Voraussetzung, dass die Konjunktur sich auf hohem Niveau abschwächt, gehen die Finanzplaner im Rathaus von einem Haushaltsvolumen von 148 Millionen Euro aus – das ist Rekord. Davon entfallen rund 27 Millionen Euro auf den Finanzhaushalt, also die geplanten Investitionen – eine sehr ehrgeizige Vorgabe angesichts begrenzter planerischer Kapazitäten im Technischen Rathaus. Aber es warten viele Aufgaben auf die Stadt – die wollen angepackt sein.

Welche Aufgaben? Oberbürgermeister Klaus Konzelmann ging zu Beginn seiner Ausführungen auf die vier Zukunftsprojekte ein, die ihm besonders am Herzen liegen. Da ist erstens die Technologiefabrik, mit deren Bau und Betrieb die Stadt die Früchte der in der Tailfinger Technologiewerkstatt geleisteten Arbeit zu ernten hofft: Die innovativen Unternehmen, die sich dort angesiedelt und an die 40 Arbeitsplätze geschaffen haben, sollen gehalten werden; dafür bedarf es weiterer Infrastruktur. Die Stadt sucht derzeit nach einem neuen Standort, nachdem die Option in unmittelbarer Nachbarschaft sich zerschlagen hatte; Konzelmann gab sich zuversichtlich, dass man fündig werden würde.

Zweites Zukunftsprojekt ist eine verstärkte Digitalisierung – im Rathaus, im Dialog zwischen Rathaus und Bürgern und nicht zuletzt in der Fläche, wo vor allem die Wirtschaft ungeduldig auf den Breitbandausbau wartet. Projekt drei ist das Stadtmarketing, Projekt vier der Tourismus, der laut Konzelmann neben Achtungserfolgen wie der Nominierung für den CMT-Outdoor-Award 2019 längst auch zählbare Resultate erbringt – 31 Millionen Euro Wertschöpfung wurden für 2016 ermittelt; Konzelmann rechnet mit einer beträchtlichen Steigerung, sofern sich die geplanten Hotelprojekte und das bislang blockierte Traufganghüttenkonzept endlich verwirklichen lassen.

Neben den Visionen gibt es aber auch noch jede Menge Pflichtaufgaben – allen voran die Bildung in Schulen und Kindergärten. Der Bedarf an Ganztagsbetreuung wächst weiter und derzeit auch die Zahl der Geburten; die Stadt trägt dem Rechnung durch den Bau einer neuen, nicht mehr drei-, sondern sechsgruppigen Kindertagesstätte in der Leipziger Straße und eines viereinhalbgruppigen Kindergartens in Laufen – beide sollen im Kitajahr 2020/21 fertig werden. Die Kindertagesstätten Heusteigstraße in Tailfingen und Heilig-Kreuz in Ebingen werden um je eine U3-Gruppe erweitert, und in Onstmettingen soll ein neuer großer Kindergarten entstehen. Der Ertrag all dieser Maßnahmen: 120 zusätzliche Kita-Plätze. Das bedeutet zum einen Bauinvestitionen, zum anderen zusätzlichen Personalbedarf: 22,2 neue Stellen werden 2019 geschaffen.

An den Schulen ist viel passiert – dennoch bleibt noch etliches zu tun

An den Schulen ist bereits einiges passiert, aber es bleibt noch viel zu tun: Die Sanierung des Tailfinger Schulzentrums Lammerberg wird in den nächsten vier Jahren mehr als 20 Millionen Euro verschlingen. Außerdem müssen Albstadts Schulen für einen erweiterten Ganztagsschulbetrieb und für den digitalen Unterricht ertüchtigt werden – die entsprechende Ausstattung für 15 Schulen kostet stolze 2,2 Millionen Euro. Wobei die Stadt mit Zuschüssen rechnet.

Neben dem Schulbau stehen noch andere Hochbaumaßnahmen an: Derzeit wird die Pfeffinger Halle saniert; anschließend soll die Sporthalle der Lutherschule an die Reihe kommen. Dringend sanierungsbedürftig ist das Feuerwehr- und Betriebsamtsgebäude in Tailfingen; die Arbeiten beginnen 2019 und werden 13,3 Millionen Euro, verteilt auf drei Jahre, kosten.

Die Kläranlagensanierung in Ebingen und Lautlingen gehört zum Standardprogramm; die läuft seit Jahren und wird, wenn sie dereinst abgeschlossen ist, 24 respektive zehn Millionen Euro gekostet haben. Der Tiefbau schlägt 2019 mit knapp acht Millionen Euro zu Buche: In Tailfingen geht die Stadtsanierung weiter; ferner sollen bei Medico in der Hechinger Straße und in der Ebinger Bogenstraße Pendlerparkplätze entstehen.

Zur Kultur: Das Maschenmuseum in Tailfingen bekommt ein "Refresh", und da 2019 eine ungerade Zahl ist, finden wieder Literaturtage statt – das Motto lautet "Wort – Welten". Das vorletzte Wort des OB – das letzte ist immer der Dank – galt der Lautlinger Ortsumgehung. Konzelmann verwahrte sich gegen die Behauptung des Regierungspräsidiums, die Planfeststellung verzögere sich, weil es so spät über die Baupläne der Möbelfirma "XXXL Lutz" in Hirnau benachrichtigt worden sei. Das RP habe seit dem Frühjahr Bescheid gewusst – es sei förderlicher für das Projekt, jetzt zügig zu arbeiten, statt sich gegenseitig die Schuld in die Schule zu schieben.

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