Unbeschreiblich gut war die Feststimmung am Abend nach dem Albstadt Bike-Marathon, als „Precious Time“ rockte. Foto: Jannik Nölke

Es war ein Tag, wie ihn sich Veranstalter, Teilnehmer und Zuschauer kaum besser hätten wünschen können: Der 29. Albstadt Bike-Marathon 2025 hat Tausende angezogen.

Weit über die Region hinaus strahlt das Ereignis Albstadt Bike-Marathon – auch wenn es im Jubiläumsjahr „50 Jahre Albstadt“ kein rundes Jubiläum gefeiert hat.

 

Kaiserwetter, perfekte Organisation und mitreißende Stimmung machten die Veranstaltung trotzdem zu einem Höhepunkt im Sportkalender der Zollernalb. Ob Hobby- und Lizenzfahrer auf der 82-Kilometer-Marathonstrecke oder Freizeitbiker auf der kürzeren 45-Kilometer-Runde: Rund 1600 Teilnehmende wagten sich bei idealen äußeren Bedingungen auf die anspruchsvollen Strecken, die durch den Wald, über Flure und Höhenlagen Albstadts führten.

Großer Beliebtheit erfreute sich auch das E-MTB-Fun-Race – ein Format, das inzwischen fester Bestandteil des Marathons ist. Alle Teilnehmer schickte Oberbürgermeister Roland Tralmer auf die Strecke. Raimund Kiauka, Vorsitzender des Ski-Club Onstmettingen und damit Veranstalter, freute sich über die perfekte Bedingungen: Die Strecke war staubtrocken, die Temperaturen angenehm – und an Regen war gar nicht zu denken. Die Fahrer kämpften sich über 82 Kilometer und rund 2000 Höhenmeter durch alle Stadtteile Albstadts.

Die Besonderheit war diesmal den Umleitungen geschuldet

In weiten Teilen war der Verlauf aus den Vorjahren bekannt. Eine Besonderheit in diesem Jahr: Wegen der Tunnel-Sperrung in Laufen trafen Umleitungsverkehr und Radfahrer an der evangelischen Kirche aufeinander. Vor Ort wurde daher eine Blockabfertigung eingeführt. Da die Wartezeit für die Radfahrer von der Rennzeit abgezogen wurde, war es eine willkommene Pause für erschöpfte Biker, und wie vor Ort zu vernehmen war, klappte das weitestgehend problemlos.

Für viele Teilnehmer war die Ankunft im Ziel mehr als nur der sportliche Schlusspunkt eines Wettbewerbs – sie war ein emotionaler Moment, der mit Jubel, Applaus und sichtlicher Erschöpfung gefeiert wurde. Vor allem im Ziel am Albstadion herrschte Festivalstimmung: Musik, Gastronomie, Moderation und eine begeisterte Menschenmenge schufen eine Atmosphäre, die dem Charakter der Veranstaltung als sportliches Volksfest alle Ehre machte.

Hinter dem Erfolg des Marathons steht der Ski-Club Onstmettingen: Mehr als 500 Helferinnen und Helfer sorgten für reibungslosen Ablauf – von der Startnummernausgabe über die Streckensicherung bis hin zur Versorgung an den Kontrollpunkten. „Wir sind stolz darauf, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben“, betonte ein sichtlich zufriedener Vorsitzender bei der Siegerehrung. Roland Tralmer als Schirmherr war beeindruckt von der professionellen Durchführung und der überregionalen Strahlkraft des Ereignisses.

Krönender Abschluss war das abendliche Konzert der Band „Precious Time“ – sie war schon zum 26. Mal beim Bike Marathon dabei, feierte selbst am Samstag ihren 40. Geburtstag. Bei freiem Eintritt tanzten und feierten Hunderte Besucher – ein Ausklang, der die besondere Verbindung aus Sport, Gemeinschaft und Lebensfreude unterstrich. Die Band versteht es, ihr Publikum mitzureißen und stundenlang zum Mitmachen, Feiern und Tanzen zu bewegen. „‚Precious Time‘ ist ein Selbstläufer“, weiß Raimund Kiauka. Und sein Fazit war einmal mehr fast durchweg positiv: „Es werden einem zwar immer mehr Hürden in den Weg gestellt, aber auch die haben wir bewältigen können!“

Die Teilnehmer waren sich einig: Der „Bike“ ist mehr als nur ein Radrennen. Er ist Treffpunkt für Generationen, Aushängeschild für den Sport und Beweis dafür, dass Ehrenamt und Leidenschaft große Ereignisse zeitigen können – und die Vorfreude auf den 30. Bike-Marathon in 31 Jahren im kommenden Jahr ist bereits spürbar.

Viele weitere Bilder unter www.schwarzwaelder-bote.de