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Albstadt Bekommt Ebingen neuen Marktplatz?

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Einen Albstädter Online-Marktplatz – so voll wie die Marktstraße am verkaufsoffenen Sonntag – wünscht Wirtschaftsförderer Andreas Hödl – und zeigte Wege dahin auf. Foto: Kistner

Albstadt-Ebingen - Dass es Einzelhändler zunehmend schwerer haben, war nicht das eigentliche Thema beim Handels- und Gewerbeverein Albstadt-Ebingen (HGV), sondern das, was sie selbst dagegen – oder vielmehr: für mehr Umsatz – tun können.

Einen so genannten "Online-Marktplatz" wünscht sich Wirtschaftsförderer Andreas Hödl für Albstadt und stellte bei der Hauptversammlung des HGV im Café Früholz die Handlungsfelder vor, um die es geht, darunter die Verknüpfung von Aktivitäten im Laden und im Internet.

Seit 2003 hätten sich die Umsätze im Online-Handel verzehnfacht, was vor allem im Facheinzelhandel zu starken Umsatzeinbußen führe. Zugewinne vermeldeten allenfalls Discounter, Selbstbedienungs-Warenhäuser und die Fachmärkte großer Filialisten. Demzufolge stehe der innerstädtische Fachhandel vor großen Herausforderungen, sei sein Geschäftsmodell doch beratungsstark und damit kostenintensiv.

Eine Studie aus dem Jahr 2012 sage voraus, dass 2022 mehr via Internet verkauft werden wird als im Ladengeschäft. Stationäre Fachgeschäfte gerieten immer stärker unter Druck – mit all den bekannten Folgen wie Arbeitsplatzverlusten, Ladenleerständen und menschenleeren Innenstädten. Der Internethandel dagegen vermelde Steigerungsraten im zweistelligen Bereich – jährlich.

Hödl, der auch die Chancen im Internethandel erkannt hat, will in Albstadt gegensteuern und mit mindestens 20 Händlern einen regionalen Online-Marktplatz aufbauen. Im shop.albstadt.de könnten Kunden bequem einen virtuellen Schaufensterbummel durch den Albstädter Einzelhandel machen – von zu Hause auf der Couch oder von unterwegs: an sieben Tagen pro Woche, jeweils 24 Stunden lang.

Eine ganze Stadt im Hosentaschenformat

Für die Umsetzung seiner Pläne hat Hödl sich kenntnisreiche Partner besorgt: die Düsseldorfer Firma "HierBeiDir.com", junge Start-up-Unternehmer, die der Wirtschaftsförderer bei einer überregionalen Tagung kennengelernt hat. Marvin Agena und Philip Jurecz waren am Mittwochabend vor Ort und gingen ausführlich auf das Grundkonzept ein, das eine ganze Stadt abbilde, wie sie betonten.

Ihr Ziel ist, Einzelhändler online zu nehmen: "Sie haben die Chance, ihren Service und ihre Produkte sehr authentisch anzubieten", sagte Marvin Agena und erläuterte, dass jeder teilnehmende Händler seinen Online Shop bekomme, mit dem er regional und überregional seine Bekanntheit und vor allem seinen Umsatz steigern könne. Das funktioniere über die "Hosentaschenversion", das Smartphone, ebenso wie über die "Sofaversion", den Tablet-PC.

Die Zahlen, mit denen sie den Nutzen auf Basis bereits vorhandener Online-Marktplätze bezifferten, waren eindrucksvoll: 95 Prozent der Einkäufer seien Neukunden, 66 Prozent kauften nach Ladenschluss ein, 41 Prozent mobil – und nur drei Prozent sendeten Ware zurück.

Ziel ist laut Andreas Hödl das Innenstadt- oder Albstadt-Kaufhaus, das als Albstadt-Marktplatz online geht – mit Vorteilen, die der herkömmliche Online-Versandhandel nicht biete: Wer bei einem Händler vor Ort sein gewünschtes Produkt entdeckt habe, könne es auch selbst im Geschäft abholen oder sich – laut Agena oft noch am selben Tag – durch andere Dienstleister, etwa den Pizza-Service oder Fahrrad-Kuriere, nach Hause liefern lassen – ebenso wie durch die Post. Reklamationen seien für Kunden einfacher – das überzeuge viele.

Für ihre Präsenz auf dem Online-Marktplatz zahlten die Händler eine Grundgebühr und zehn Prozent der Verkaufsprovision.

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