Hat derzeit wohl nicht viel zum Lachen: Axel Haasis (rechts), hier mit Karlheinz Böhm. Foto: Kwiotek

Erklärung des Vorstands von "Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe" zu den Vorwürfen.

Albstadt - Neues im Fall Axel Haasis und der Stiftung "Menschen für Menschen": Der Vorstand der Stiftung hat Stellung zu den Spenden-Vorwürfen bezogen, und Geschäftsführer Haasis hat das Handtuch geworfen.

In der BILD-Zeitung vom 27. Februar sind unter der Überschrift "So verjubelte seine Stiftung Spenden" Vorwürfe gegen die Stiftung "Menschen für Menschen" erhoben worden. Auch der Schwarzwälder Bote hat darüber berichtet. Der Vorstand der Stiftung weist in einer Erklärung diese Darstellung mit allem Nachdruck zurück.

Er stellt fest, "dass sich die Zeitung mit Geldern auf dem externen Konto eines einzelnen Großspenders befasst, über das die Stiftung keine Verfügungsbefugnis hatte. Die Berichterstattung bezieht sich nicht auf die Vielzahl von Spenden, die auf die Konten der Stiftung überwiesen wurden; deren Verwendung ist nicht in der Kritik."

Der Vorstand der Stiftung hat bei allen Anfragen in den vergangenen Wochen klar gemacht, "dass nur der Großspender Jürgen Wagentrotz selbst oder ein Anwalt als sein Treuhänder über sein Konto verfügen. Auch einzelne von der Stiftung erbetene Hilfen wurden vom Großspender oder seinem Treuhänder geprüft und erst dann von ihm angewiesen.

Stellvertreter Rüdiger Hoffmann übernimmt Aufgaben von Haasis

Diese Form der Kooperation hat Wagentrotz selbst so initiiert. Die Vorwürfe, welche die Zeitung gegen Axel Haasis, den Geschäftsführer von Menschen für Menschen Deutschland erhoben hat, werden ebenso wie die anderen Vorwürfe von einer externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft." Der Vorstand der Stiftung hat diese Prüfung angeordnet, "auch wenn die Jahresabschlüsse der zurückliegenden Jahre geprüft und uneingeschränkt testiert sind."

Die Zeitung erwecke mit ihrer Berichterstattung – "die Kosten in Höhe von 22.198 Euro lässt er (gemeint ist Axel Haasis) sich unter dem Stichwort ›Kooperation MS Europa‹ vom Konto des Großspenders erstatten" – den Eindruck, Axel Haasis habe sich den Betrag für eine Reise auf der MS Europa auf sein Privatkonto überweisen lassen. "Das stimmt nachweislich nicht." Wie auch die BILD-Zeitung zwischenzeitlich bestätige, sei dieser Betrag nie auf das Konto von Axel Haasis überwiesen worden.

"Haasis hat die Zusammenarbeit mit der Stiftung am Mittwoch von sich aus beendet. Er steht der Stiftung für Auskünfte nicht zur Verfügung. Die Aufgaben von Axel Haasis nimmt bis auf weiteres sein Stellvertreter Rüdiger Hoffmann wahr."

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