Corona: Die Zeit zu Hause kann ganz anstrengend sein

Albstadt-Tailfingen. Den ganzen Tag im Haus eingesperrt: Die nervigen Geschwister, die einem den letzten Nerv rauben, und dazu noch eine Menge Aufgaben! Oft kann das Familienleben auf engem Raum sehr angespannt sein, und man gerät aus Verzweiflung in einen sinnlosen Streit.

Allerdings spielte dies bis jetzt bei mir zu Hause noch keine große Rolle. Ganz im Gegenteil, denn man ist nicht mehr so gestresst und lernt, sich selbst beziehungsweise sich mit seinen Geschwistern zu beschäftigen. Auch was die soziale Ausgrenzung belangt, muss ich sagen, dass ich täglich mit meinen Freunden per WhatsApp, Snapchat und der wieder in den Trend gekommenen App "Houseparty" kommuniziere.

Die derzeitige Lage hat auch vieles verändert. Man hat nicht die Möglichkeit, sich mit seinen Freunden in einem Fast-Food-Restaurant aufzuhalten. Ebenso kann man sich maximal zu zweit an der frischen Luft treffen und kann nicht ins Kino noch sonst irgendwohin gehen. Das macht einem schon schwer zu schaffen! Doch was ich noch viel bedauernswerter finde, ist, dass die Amerikaner des Austauschprogramms des PGT die Reise nach Deutschland leider absagen mussten. Alle Beteiligten hatten sich schon so gefreut, ihre Freunde von der anderen Seite der Welt wiederzusehen – und nun haben sie vielleicht nie wieder die Möglichkeit dazu. Wir hoffen, dass die Reise auf nächstes Jahr verschoben wird, doch bis dahin vergeht noch eine Menge Zeit.

  Julien Benintende ist Schüler der Klasse 9b des Progymnasiums Tailfingen.