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Albstadt An 40 Wochenstunden wird geblitzt

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Zu groß und schwer, um mobil zu sein: Der TraffiStar S350 kommt nur im Sommer eine Woche pro Monat zum Einsatz. Foto: sb

Albstadt - Den Erfahrungsbericht über die Geschwindigkeitsüberwachungen und den Einsatz des Gemeindevollzugsdienstes zwischen April und September 2019 entnahmen die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung wegen der Diskussion über Gehwegkontrollen größtenteils der Sitzungsvorlage. Immerhin: Die war ausführlich.

So erfuhren die Räte, dass die stationären Tempomessanlagen für die Standorte Ebingertalstraße in Lautlingen, Schillerstraße und Berliner Straße in Ebingen ausgeschrieben sind, um die Beachtung der Tempolimits von tagsüber 50 und nachts 30 Kilometern pro Stunde zu kon­trollieren. In der Schillerstraße soll das stationäre Messgerät noch im Dezember installiert werden, in Lautlingen Anfang 2020 – dort war die Standortsuche schwierig – und in der Berliner Straße vorerst gar nicht: An der beampelten Einmündung der Zieglerstraße sei die Distanz zur bestehenden Rotlichtüberwachungsanlage nicht optimal. Stattdessen wird die Tempomessanlage in der Neuweiler Straße in Tailfingen auf Lasertechnik umgerüstet.

Frequenz wird verändert

Die Frequenz der mobilen Tempomessungen wird – so beschlossen es die Räte bei einer Enthaltung – 2020 verändert. Tagsüber wird in 38 Messwochen nur noch an vier statt an fünf Tagen gemessen, aber dafür erhöht die Zahl der Stunden pro Tag, so dass es bei 40 Wochenstunden bleibt. Zwischen 22 und 6 Uhr wird künftig in 21 Wochen an jeweils zwei Messtagen kontrolliert – bisher waren es 14 Wochen und drei Messtage. Eine sogenannte semistationäre Anlage – sie muss angemietet und aufwendig aufgestellt werden – kommt künftig in sieben statt in 14 Messwochen zum Einsatz: Der "TraffiStar S350" wird bei mobilen Messungen nicht mehr eingesetzt; stattdessen setzt die Stadt dort auf Radartechnik. Das hat zum einen rechtliche Gründe und erklärt sich zum anderen durch den mühseligen Aufbau: Nur als semistationäre Anlage wird der TraffiStar weiter benutzt, allerdings immer nur für eine Woche pro Monat, und zwar zwischen April und Oktober. Begründung: Bei wöchentlicher Anmietung bringt der Vermieter das Gerät an die Messstelle – der Bauhof muss nicht mehr tätig werden. Das spart Zeit.

Nach Abend- und Nachtmessungen hat die Stadt 51.000 Euro an Bußgeldern kassiert, nach Kontrollen mit der semistationären Anlage 45.000 Euro. Seit März setzt die Stadt im Gemeindevollzugsdienst sieben Personen ein, die in rollierenden Diensten den ruhenden Verkehr in Ebingen und den anderen Stadtteilen kontrollieren und Ermittlungs- und Messdienste leisten. Da es sich um keinen Ausbildungsberuf handle, erklärt die Stadt, müssten die Mitarbeiter kostenintensiv und zeitaufwendig geschult werden und seien vor allem abends zu zweit unterwegs – auch deshalb, weil die Mitarbeiter sowohl bei Kontrollen des ruhenden Verkehrs als auch bei Tempomessungen "vermehrt auf aggressive Personen" träfen, "deren Kommentare und Verhaltensweisen eine große Respektlosigkeit widerspiegeln", wie es in der Sitzungsvorlage heißt. Daher seien sie mit Schutzausrüstungen ausgestattet worden und würden regelmäßig in Deeskalationskursen geschult. Auch für den Aufbau der inzwischen 14 Geschwindigkeitsanzeigetafeln, von denen acht an festen und sechs an wechselnden Standorten stehen, seien zwei Personen nötig.

Die Blitzerstandorte in Albstadt im Überblick:

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